Berlin, 16. Juni 2020Am 31. Januar beantragte AfD Mitglied und außenwirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Hansjörg Müller, einen Mitgliederentscheid, in welchem darüber abgestimmt werden sollte, ob Parteitage künftig Mitgliederparteitage sein sollen. Doch kurz vor der Auszählung kam es zum Eklat. 

Am 13. Juni wurde ausgezählt und am selben Tag meldete sich Hansjörg Müller mit einer Videobotschaft zu Wort, die wir auf unserem YouTube-Kanal veröffentlichten. 

Darin teilte Müller mit, dass ihm, obwohl er die Auszähler für seine Interessensvertretung bereits am 3. Juni benannt hätte, erst am 12. Juni mitgeteilt wurde, dass man diese aus juristischen Gründen nicht zulassen könne. Weiter berichtet Müller davon, “dass versucht worden ist, den Mitgliedern nahe zu legen, bitte überhaupt nicht zu antworten, (…) damit das Quorum von 20 % nicht erreicht wird”. Dies sei ihm von mehreren Seiten zugetragen worden. Sauer aufstoßen tut dies, da für die Erfüllung des Quorums lediglich knapp über 400 Ja-Stimmen fehlten. 

Auf Nachfrage an die AfD-Pressestelle, was diese zu diesen Vorwürfen erwidert und ob es sinnvoll erscheint, ein Jahr vor einer potentiell historischen Bundestagswahl auf diese Art und Weise für eine Spaltung innerhalb der Partei zu sorgen, antwortete diese: “Ein von Ihnen aufgebrachter Vorwurf, der Bundesvorstand habe aufgerufen, beim Mitgliederentscheid nicht abzustimmen, ist nicht wahr. Es gab keinen entsprechenden Aufruf des Bundesvorstandes. Nein, die Alternative für Deutschland ist nicht gespalten. Es gibt verschiedene Strömungen und diverse Meinungen innerhalb der Partei, aber von einer Spaltung sprechen in Regel nur Medien oder politische Konkurrenten.”

Reden tun wir natürlich auch nicht davon, beurteilen das Geschehen aber objektiv. Und ob man nun davon spricht oder nicht, so führen Teile des aktuellen Vorstandes um Jörg Meuthen aktuell viel daran, mit Grabenkämpfen die historische Chance 2021 vorzeitig zu beerdigen. 

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