Der Volkslehrer

Vor ca. einem Jahr begann ich mit dem, was in der Bundesrepublik eigentlich niemand tun darf und zugegeben, auf welche Idee ich vor einigen Jahren noch nicht einmal gekommen wäre. Ich habe mit Rechten geredet. Was meine Erfahrungen sind, was ich gelernt habe und warum sich die verbreitete Theorie vom menschenhassenden, gewalttätigen Schläger ohne Argumente nicht bestätigt hat, erfahrt ihr hier.

Natürlich war und bin ich ein Mensch, der seine Heimat liebt. Und als solcher kommt man im modernen Zeitgeist oft mit der Nazikeule in Berührung, die mir sogar damals als junger Linker um die Ohren gehauen wurde, weil einigen Gruppierungen einige Musikinterpreten nicht gefielen, die ich gehört habe. Ich entdeckte Jahre nach meinem Ausstieg aus der linksextremen Szene einige YouTube-Kanäle von Leuten, die recherchierten, die gute Arbeit leisteten und einen in meinen Augen wichtigen Teil zur öffentlichen Meinungsbildung und politischer Vielfalt beitrugen. Diese Menschen aus der gesellschaftlichen Mitte hatten mit Zensur, Hassreden und teils tätlichen Angriffen zu kämpfen. Mit Meinungsfreiheit und der Freiheit des Andersdenkenden hatte das genau so wenig zu tun wie nächtliche Brandanschläge von selbsternannten Antifaschisten mit demokratischer Diskussionskultur. Doch in der BRD des Jahres 2020 war so etwas von der “politischen Willensgebung” und den medialen Hetzartikeln von lediglich ideologisch geschulten Journalisten ohne eigenen Verstand oder Gewissen vorgesehen.

Schließlich stieß ich auch auf Journalisten und Influencer, die sich ganz klar der sogenannten und verpönten rechten Ecke zuordneten. Das war Neuland für mich. Wie konnte sich jemand, der – sei es auch kulturelle, historische und wertebasierte – Berichterstattung macht, freiwillig ins Abseits schießen? Doch im Zuge meiner eigenen journalistischen Arbeit stellte ich schnell fest, dass diese sich gar nicht ins Abseits schossen, sondern ins Rampenlicht traten. Keine Angst vor Angriffe, vor Repressionen und Verachtung. Mutig und immer geradeaus, so habe ich diese Menschen kennengelernt. Und einer von ihnen gab mir als unbekannten kleinen YouTube-Journalisten, der ich vor einem Jahr war, dann sogar ein Interview und beantwortete alle meine Fragen, obwohl er wusste, dass ich seine Meinung wohl nicht teilen würde (Foto). Doch ich musste feststellen, dass dort einige Gemeinsamkeiten ins Licht traten und dass von übler Hetze oder Ablehnung von Minderheiten und anderen Völkern keine Spur war. Ich stellte fest, dass seine Gedanken durchweg konstruktiv geprägt waren und sogar für das Dasein der Linken sah er eine Berechtigung – und das ohne eine verhöhnende Geste oder ein Wort des Hasses. Zugegeben, ich habe erst Monate später, als ich mir das Interview selbst noch einmal anschaute und eine Unmenge an Material gelesen habe, welches mir zugetragen wurde, so richtig verstanden, was er in jedem Detail meinte. Aber auch dies war von Wohlwollen und Aufrichtigkeit gezeichnet.

Selbstverständlich gab es aber auch Momente, wo es mir aufgrund von Reden kalt den Rücken runtergelaufen ist. Nicht, weil dort etwas Verachtendes gesagt wurde, sondern weil ich so erzogen wurde. Von Medien, der Mainstreammeinung, von Politikern und Mitmenschen. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich dann endlich diese emotionale Zwangsjacke ablegen konnte und mich bestimmte Reden nicht mehr schockierten. Dann endlich konnte ich diese sachlich sehen und beurteilen. Ich muss nicht mit jeder Rede übereinstimmen, ich muss nicht jeden Inhalt teilen und auf sachlicher und wissenschaftlicher Ebene kann ich auch etwas anders sehen. Aber als ich die politische Zwangsjacke abgelegt hatte, merkte ich, dass man auf genau dieser, sachbezogenen und wissenschaftlichen Ebene mit diesen Menschen, die sich selbst Rechte, Rechtsradikale und Rechtsextreme nennen, reden kann. Und zu keinem Zeitpunkt wurde ich komisch angeguckt, wenn ich einmal eine andere Meinung hatte. Zu keinem Zeitpunkt wurde mir oder irgend einem anderen Menschen auf deren Veranstaltungen Gewalt angedroht. Niemals habe ich abwertende Äußerungen gegenüber anderen Menschen gehört. Und als ich vor ca. 100 von ihnen eine Rede hielt und meine Sicht der Dinge zum Besten gab, da gab es sogar Zustimmung und einen kleinen Applaus.

Es folgten Interviews und Gespräche mit Musikern, Influencern und Aktivisten. Und bei jedem Anlass zu jeder Zeit hat sich dieser edelmütige Charakter der vermeintlichen “bösen Nazis” bestätigt. Ich bereue kein Gespräch, keine Minute und habe jede Kritik und jede Ablehnung, die ich hierdurch durch andere erfahren habe, gerne in Kauf genommen. Alle Gespräche und Veranstaltungen führten dazu, dass ich mich weiterentwickelt habe, dass dies Menschen sind, mit denen man nicht nur reden kann, sondern auch muss und dass das, was sie zu sagen haben, für Deutschland eine wichtige Rolle spielt. Das Bild des tätowierten, glatzköpfigen und menschenverachtenden Nazi-Schlägers hat sich vor meinen Augen aufgelöst und wurde ersetzt durch das Bild von treuen, ehrlichen, heimatverbundenen und traditionsverpflichteten Menschen, die genau so großes Interesse an der Wahrheitsfindung haben wie ich und viele andere Menschen auch.

Was diese Rechten im Detail zu sagen haben, das werde ich hier nicht aufführen. Ich möchte dich, lieber Leser, ermutigen, selbst diesen Schritt zu gehen. Die politische Zwangsjacke abzulegen, als freier Mensch dich nicht bevormunden zu lassen und einfach mal das tun, was moralisch verboten zu sein scheint: Mit Rechten reden. Mir hat es gut getan. Ich sage danke und nenne viele von Ihnen heute meine Freunde.

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