Berlin, 7. September 2020Am 29. August 2020 besetzte eine Gruppe aus der breiten Schicht der Gesellschaft friedlich und ohne Waffen für einige Minuten die Treppen des Reichstagsgebäudes. In den Mainstreammedien wurde dies ausgeschlachtet und als „Sturm auf den Reichstag von Rechtsextremisten“ zurechtgelogen. Aber auch die Polizei scheint es gewollt zu haben. War der sogenannte Sturm also geplant? 

Da ich am 29. August als Journalist fast ganztätig vor Ort war, da mein Instinkt mir sagte, dass das Volk (dessen breiter Durchschnitt dort präsent war) nach so einem Zeichen dürstete, kann ich bestätigen, dass nicht nur kurz vor dem sogenannten Sturm der Reichstag schlecht bewacht war, sondern den ganzen Tag über. Während das gesamte „Regierungsviertel“ (Bannmeile) hermetisch abgeriegelt war, fand dort doch eine Demonstration auf dem Platz der Republik (vor der Reichstagswiese) statt. Die Wiese war übrigens mit angemeldet, wurde jedoch abgezäunt und Rasensprenkler angeschaltet, obwohl es am Tag zuvor geregnet hat. Man wollte offenbar das Bild von Tausenden Menschen vor dem Reichstag vermeiden, wie es am 1. August bereits durch die Welt ging.

Während zigtausende Demonstranten, die Zugang zur Demonstration vor dem Reichstag ersuchten, nicht durchgelassen wurden, wurde ausgerechnet der – laut Berliner Versammlungsbehörde – Dämon in Menschengestallt Attila Hildmann mit seinen „Anhängern“ durchgelassen.  Als er den Platz der Republik betrat ließ die Berliner Polizei es sogar durchgehen, dass die Demonstranten auf friedliche Art und Weise die Abzäunung vor dem Rasen umstießen und friedlich diesen betraten. Die eingesetzten Beamten, die sich dort befanden, traten ebenfalls friedlich zurück. Anschließend redete kurz Attila Hildmann. Als nach ca. 15 Minuten die Lautsprecherdurchsage von einem Polizeiwagen erfolgte, die Menschen mögen den Rasen bitte wieder verlassen, taten die Menschen dies ohne auf eine zweite Aufforderung zu warten friedlich. 

Nachdem sich Attila dann wieder von der Bühne zurückgezogen hat und Richtung russischer Botschaft ging, hielt man weiterhin zigtausende Menschen davon ab, zur Demonstration vor dem Reichstag hinzuzustoßen. Aber ausgerechnet Tamara Kirschbaum, die aktiv Anhänger auf der Straße des 17. Juni sammelte und mit diesen in Gruppenstärke zum Reichstag zog, wurde nun wieder durchgelassen. Zwar war Tamaras Behauptung, Trump sei in Berlin, klar als Fake-News zu erkennen, doch ich glaube, dass es viele Menschen ansprach, bzw. viele nur auf einen Aufruf warteten, dieses symbolische Zeichen zu setzen, welches um die Welt ging. Weder in Tamara Kirschbaums Aufruf noch in der Absicht der Menschen war je zu erkennen, dass man den Reichstag stürmen wollte. Es hieß, man wolle sich friedlich auf die Treppe setzen und genau das taten die Menschen auch. Niemand machte Anstalten in das Gebäude zu gelangen. Als die Menschen auf die Reichstagstreppen stürmten, wirkten alle anwesende Polizisten tiefenentspannt (Foto). 

Die vermeintlichen tapferen drei Polizisten, die sich den ca. 400 Menschen gegenüberstellten, hätten nicht ansatzweise eine Chance gehabt, diese Menschenmenge zu stoppen, hätte sie in das Gebäude vordringen gewollt. Wenn man die vorherigen beschriebenen Ereignisse betrachtet, könnte man meinen, dass hier bewusst eine Art Heldenverehrung geschaffen werden sollten. Aufgrund der Körperhaltung und der Bewegungen kann ich als Kampfsporttrainer verifizieren, dass die dortigen Beamten jeweils Probleme gehabt hätten, einen einzigen Demonstranten unter Kontrolle zu halten. Dafür, dass der Reichstag vermeintlich unbewacht war, waren dann ziemlich schnell um die 60 Beamten vor Ort. Dies kann man via Videomitschnitt auf unserem YouTube-Kanal einsehen. Diese setzten sich kurz gut in Szene und machten eine Art Tanzvorführung, die aus einer Mischung von Bruce-Lee- und Star-Wars-Filmen anmutete. Die Demonstranten herum klatschten nur, bzw. machten Selfies und beachteten die eingesetzten Beamten gar nicht. Niemand machte Anstalten, gegen die Beamten vorzudringen oder in den Reichstag einzudringen. Es war eine freudige Stimmung. 

Einzig der YouTuber und Journalist Aktivist Mann wurde aufgefordert „Ich möchte bitte, dass du runtergehst“. Andere Menschen wurden nicht angesprochen. Stattdessen sprühte man ohne Vorankündigung Reizgas in die Menge, in der sich auch kleine Kinder befanden. Damit erzeugte man die gewünschten Bilder, die man scheinbar haben wollte. Ob es eine sogenannte False-Flag-Aktion war, von Staatsdienern angezettelt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, definitiv kann man aufgrund des Ablaufs der Ereignisse aber bestätigen, dass es sich um eine Aktion gehandelt hat, die ausdrücklich von den Berliner Behörden gewollt war. 

Newsletteranmeldung


*Werbung

Ukraine
Ukraine

Der Ukraine-Bürgerkrieg

Jochen Mitschka

Deutschlands geopolitische Ambitionen

19,00 €

Versandkostenfrei in Europa, inkl. MwSt.

Dieses Buch beschreibt einen Teil der Epoche, in der die deutsche Politik versuchte, im Schatten des großen Imperiums, der USA, wieder zurück auf die Bühne der Weltpolitik zu kommen. Und zwar mit den alten Methoden, die seit Machiavelli zu den Werkzeugen der Politiker gehören. Ein Land sollte aus der Neutralität und den wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland gezwungen werden, um es in die NATO einzugliedern. Ein Protagonist der größten Partei Deutschlands sollte zum Präsidenten der Ukraine gemacht werden, unter anderem, indem Unruhen unterstützt wurden. Alles, was in der Ukraine seit 2014 bis heute passierte, war vorhersehbar. Und wer dieses Buch liest, der wird verstehen, dass auch das westliche, natürlich auch das deutsche Politikestablishment wusste, was passieren würde, obwohl es etwas vollkommen Anderes vorhersagte. Politische Ethik wird geleitet von Zielen wie Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, wobei sie jedoch oft im Widerspruch zu Gemeinwohl oder den Interessen von Individuen oder anderen Gemeinschaften oder Einzelpersonen stehen. Da aber der Inhalt der Begriffe Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit schon immer unterschiedlich interpretiert wurde, wird auch politische Ethik unterschiedlich interpretiert. Politische Akteure nutzen mehr und mehr die Werkzeuge der Täuschung, Lügen, Propaganda, um die Allgemeinheit zu überzeugen, dass sie »ethische« politische Entscheidungen treffen, die allerdings bei aufrichtiger bzw. vollständiger Information der Allgemeinheit von dieser nicht als »ethisch« vertretbar gesehen würden. Damit die Allgemeinheit darüber aber urteilen kann, müssen Täuschungen, Lügen und Propaganda durchsichtig gemacht werden. Mein Dank geht insbesondere an Prof. Richard Sakwa für die Erlaubnis, Zitate, übersetzt ins Deutsche, aus seinem Buch »Frontline Ukraine: Crisis in the Borderlands« (Tauris Verlag) in einer kritischen Betrachtung der Ukraine-Narrative und seines Buches zu verwenden. Es war in meinen Augen bis Anfang 2016 die beste Beschreibung der Ereignisse, und meine Kritik gilt nicht der Fakten-Analyse, sondern den daraus erfolgten Schlussfolgerungen. Richard Sakwas hauptsächliches Problem war meines Erachtens der erlaubte Rahmen der Diskussion. Nach der Tatsachenbeschreibung erfolgt die Analyse und immer, wenn Sakwa von »Unerfahrenheit«, »unbewussten Fehler«, oder »Fehleinschätzungen« hinterfragte ich, ob die Dummheit und Naivität der europäischen (und US-) Politiker wirklich so groß waren, wie es den Anschein hatte. Und in vielen Fällen habe ich den Rahmen der erlaubten Diskussion verlassen und die Meinung vertreten, dass die Protagonisten der westlichen Politik im Jahr 2014 sehr wohl wussten, was sie taten. Nicht nur der Vortrag eines Insiders, von Lawrence Wilkerson, u. a. Stabschef des US-Außenministers Powell in der Zeit der Präsidentschaft von George W. Bush, verrät, dass ihnen sehr wohl bewusst war, was sie taten. »Auch der Mainstream der Medien lässt seine Rezipienten die Bürger im Stich. Er klärt über diese Vorgänge nicht auf, oft geschieht sogar das Gegenteil, medial wird ein Schleier der Naivität ausgebreitet. Da wird ein Bild in schwarz-weiß von Schurken und Guten präsentiert, das hilft, am Kern des Übels immer mit großer Zielsicherheit vorbeizuschießen. Dann kommt einer wie Wilkerson, der im Inneren des Machtzirkels dabei war, und redet Klartext. Hier wieder aus dem Vortrag ein Beispiel über den Ukraine-Konflikt: Wilkerson: () Warum tut Putin das, was er tut? Teilweise, weil das die einzige Möglichkeit ist, wie man an der Macht bleibt und 60% Zustimmungsquoten in Moskau bekommt. Aber auch weil wir das Versprechen nicht hielten, das George H. W. Bush und Jim Baker dem damaligen Außenminister der Sowjetunion, aus der ja dann Russland wurde, Eduard Schewardnadse, und Gorbatschow und später Jelzin gaben. Und Jim sagte nahezu wörtlich, dass dafür, dass ihr (Anm. d. Autors: die Sowjetunion) kein Geheule über den größten diplomatischen Triumph des späten zwanzigsten Jahrhunderts die Wiedervereinigung Deutschlands anstimmt, wir mit der NATO keinen Zoll weiter nach Osten rücken würden; das sind Jim Bakers Worte. Was tat Bill Clinton? Er ging keinen Schritt weiter nach Osten. Nein. Bei ihm waren es ganze Länder. Er und Obama hielt das aufrecht beabsichtigte sogar Georgien und die Ukraine (Anm. d. Autors: in die NATO aufzunehmen). Wir stifteten sogar die Revolution in Kiew an. Was sollte Putin tun? Ein Drittel der sowjetischen (Anm. d. Autors: Er müsste hier wohl »russischen« sagen) schweren Waffen kommen aus der Ukraine. Die wichtigste Marine-Basis, nein Basen, Sewastopol und Odessa sind dort. Odessa könnte als nächstes dran sein, es ist militärisch sogar wichtiger als die Krim. Was sollte er angesichts einer solchen Stichelei, einer solchen Kampfansage tun?« 1 Weiterführende Literatur findet man insbesondere in Kees van der Pijls Buch über den Abschuss von MH17 (PapyRossa Verlag). Gleiches gilt für die Analyse der Schüsse auf dem Maidan, die von Ivan Katchanovski auf Academia.edu verfügbar ist. Aus diesem Grund wird über die Schüsse auf dem Maidan als auch den Abschuss von MH17 in diesem Buch nur am Rande eingegangen. Das Buch zeigt auf, dass fast alle Voraussagen, welche die Kritiker der Regierung der EU, der NATO und Deutschlands schon 2014 uns 2015 angebracht hatten, berechtigt waren.

Bei Kopp bestellen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.