Spielzeugwaffe

Gelsenkirchen (ots/Raven)Heute Nachmittag (9. Oktober) sahen Bundespolizisten auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig im Gelsenkirchener Hauptbahnhof einen Jungen mit einem Sturmgewehr. „Aufgrund der Entfernung war nicht ersichtlich, ob es sich hierbei um eine Spielzeugwaffe handelte“, sagt die Pressestelle der Beamten. Eine echte Waffe hätte allerdings für Aufregung gesorgt, da der Bahnsteig voll war.

Gegen 15:45 Uhr befanden sich die Einsatzkräfte auf einem Bahnsteig und sahen einen 12-Jährigen mit einem vermeintlich echt aussehenden Sturmgewehr. Dabei zielte der Junge aus Castrop-Rauxel auf einen vorbeifahrenden Güterzug. Die Beamten näherten sich dem Jungen und erkannten dabei, dass es sich um einen Minderjährigen mit einer Spielzeugwaffe handelte. Ein paar Meter von dem Jungen entfernt, befanden sich seine Mutter und seine Schwester. Zumindest hätten diese bei einer echten Waffe anders reagiert, was die Beamten hätten wissen müssen.

Die Beamten stellten das Spielzeuggewehr aus Plastik tatsächlich sicher und informierten die Erziehungsberechtigte des jungen afghanischen Staatsbürgers über die vermeintlichen Gefahren, welche eine Spielzeugwaffe in der Öffentlichkeit auslösen kann. Stefan Raven fragt sich, wie die Menschheit die 1980er Jahre überlebt hat, wo alle Jungs mit Spielzeugwaffen draußen gespielt haben.

Die Bundespolizisten leiteten zu aller Lächerlichkeit noch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Belästigung der Allgemeinheit sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Stefan Raven News hat bei der Bundespolizei angefragt, ob Reizgas zum Einsatz kam und man in Erwägung zog, das SEK hinzuzuziehen.

Newsletteranmeldung

2 Gedanken zu „12jähriger mit Spielzeugwaffe – Bundespolizei zieht die vollen Register“

Schreibe einen Kommentar zu Frank Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.