Brandanschlag in Veßra

Nach zahlreichen Brandanschlägen und körperlichen Übergriffen geben Ermittler nun endlich zu, dass es sich bei den Anschlägen auf Gebäude und Personen, die der rechten Szene zugerechnet werden oder denen man es nachsagt, um zusammenhängende Ereignisse einer linksextremen Terrorgruppe handelt.

Angefangen hatte dies damit, dass in Ronneburg ein Fitnessclub brannte. Dann ging es Schlag auf Schlag – mit unter im wahrsten Sinne des Wortes. Einem NPD-Mitglied wurden beide Sprunggelenke mit einem Hammer zerstrümmert, sowie mit eben so einem auf den Schädel geschlagen. Zutritt verschafften sich die Täter dadurch, dass sie sich als Polizisten ausgaben. Wochen später erfolgte ein weiterer Anschlag nach diesem Muster, wo die Täter auch eine hochschwangere Frau mit Chlor übergossen. Neben den Brand in der einzigen Gedenkstätte für die deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges inkl. Farbanschlag, brannten auch eine Garage, ein Gasthof und zahlreiche andere Immobilien. Jener Anschlag auf eine Gaststätte in Kloster Veßra ist da eines der prominentesten Beispiele. Erstmals wurden hier auch die Täter gefilmt.

Eine Sprecherin des ermittelnden LKA teilte mit: „… grundsätzlich von einer Serienstraftat auszugehen.“ Es wurde die Ermittlungsgruppe „Fokus“ gegründet, die in den Fällen ermittelt. Nach Informationen einer lokalen Zeitung existieren in Ermittlerkreisen Indizien für das Existieren mindestens einer linksextremen Terrorzelle, die für die Taten verantwortlich sein könnte. Uns gegenüber wollte man dies vor eineinhalb Wochen noch nicht äußern. Angela Merkel und Vertreter von Bundes- und Landesregierungen nehmen weiterhin keine Stellung und drücken nicht ihre Betroffenheit gegenüber den Opfern aus. Auf unserer Presseanfrage hin, konnte man sich noch nicht einmal von Linksextremisten distanzieren, ohne sich gleichzeitig von vermeintlichen Rechtsextremisten zu distanzieren, die hier wieder einmal nur die Opferrolle ausfüllen. Medial wird die größte Terrorserie nach der RAF weiterhin fast verschwiegen.

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