Migranten

Raubling / Rosenheim (ots)Die Bundespolizei hat am Sonntagvormittag (5. September) am Bahnhof in Raubling die Fahrt von elf Personen in einem Güterzug aus Italien beendet. Es handelt sich um türkische und palästinensische Staatsangehörige. Unter den Migranten haben sich drei Minderjährige sowie ein Baby befunden. Die höchst gefährliche Fahrt in dem auf der Schiene transportierten Lkw-Auflieger konnte mithilfe eines eingesetzten Bundespolizei-Hubschraubers entdeckt werden.

Im Rahmen eines bahnpolizeilichen Überwachungsflugs entlang der Zugstrecke zwischen Kufstein und Rosenheim stellte die Besatzung des Polizeihubschraubers einen Schlitz in der Planenoberseite eines Lkw-Aufliegers fest. Der Auflieger befand sich auf einem Güterzug, der in Italien gestartet war und über München weiter nach Norddeutschland fahren sollte. Die aufgeschnittene Plane deutete darauf hin, dass sich Personen illegal Zugang zur Ladefläche verschafft hatten. Erst einen Tag zuvor hatten Rosenheimer Bundespolizisten in Ostermünchen zwei Türken und einen Syrer in einem anderen Güterzug aus Italien gefunden. (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5011415) Zudem waren in den zurückliegenden Wochen wiederholt Migranten mit Güterzügen in München angekommen. (u.a. https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/5004146 oder https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/4959382)

Die Rosenheimer Bundespolizei hat in einem Güterzug elf Migranten gefunden. Sie waren durch den Schlitz einer Lkw-Plane in das Innere eines beförderten Aufliegers gelangt. Unter den in Gewahrsam genommenen Personen befanden sich auch drei Minderjährige und ein Baby. (Foto: Bundespolizei)

Über die von der Hubschrauberbesatzung verständigten Leitstelle der Bundespolizeiinspektion in Rosenheim wurde der Halt des Zuges in Raubling sowie wenig später die Sperrung der Zugstrecke sowie die Abschaltung der stromführenden Oberleitung veranlasst. Als sich die Bundespolizisten dem Waggon mit der aufgeschnittenen Aufliegerplane näherten, hörten sie bereits die Schreie des Babys. Nachdem der Auflieger geöffnet worden war, fanden die Beamten insgesamt elf Menschen, die auf den geladenen Holzkisten saßen. Sie wurden in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle nach Rosenheim gebracht. Wie sich herausstellte, dürfte es sich um drei türkische Männer, 21, 21 und 38 Jahre alt, und eine dreiköpfige türkische Familie handeln. Das Kind des 33-jährigen Vaters und der 31-jährigen Mutter ist erst mehrere Monate alt. Die übrigen fünf gaben an, Geschwister im Alter von 22, 20, 17, 14 und 7 Jahren zu sein und ursprünglich aus Palästina zu stammen. Papiere, mit welchen sich die elf Personen hätten ordnungsgemäß ausweisen können, wurden von den Beamten nicht gefunden.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen sollen die Migranten an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Die Rosenheimer Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen der jeweiligen unerlaubten Einreiseversuche aufgenommen und schließt derzeit nicht aus, dass eventuell Schleuser die illegale und zugleich höchst gefährliche Güterzugfahrt organisiert hatten. Die besondere Gefahr gehe, so die Bundespolizei, nicht nur von der Beförderung auf oder zwischen der Ladung, sondern vor allem auch von den außergewöhnlichen Umständen des Zu- und Ausstiegs aus: An der Oberseite eines Waggons oder Aufliegers komme man der stromführenden Oberleitung sehr nahe, so dass ein tödlicher Stromschlag möglich sei. Außerdem könne man nach Verlassen eines Güterzugs jederzeit von einem anderen durchfahrenden Zug auf dem Nachbargleis erfasst werden.

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Mein Dank geht insbesondere an Prof. Richard Sakwa für die Erlaubnis, Zitate, übersetzt ins Deutsche, aus seinem Buch »Frontline Ukraine: Crisis in the Borderlands« (Tauris Verlag) in einer kritischen Betrachtung der Ukraine-Narrative und seines Buches zu verwenden. Es war in meinen Augen bis Anfang 2016 die beste Beschreibung der Ereignisse, und meine Kritik gilt nicht der Fakten-Analyse, sondern den daraus erfolgten Schlussfolgerungen. Richard Sakwas hauptsächliches Problem war meines Erachtens der erlaubte Rahmen der Diskussion. Nach der Tatsachenbeschreibung erfolgt die Analyse und immer, wenn Sakwa von »Unerfahrenheit«, »unbewussten Fehler«, oder »Fehleinschätzungen« hinterfragte ich, ob die Dummheit und Naivität der europäischen (und US-) Politiker wirklich so groß waren, wie es den Anschein hatte. Und in vielen Fällen habe ich den Rahmen der erlaubten Diskussion verlassen und die Meinung vertreten, dass die Protagonisten der westlichen Politik im Jahr 2014 sehr wohl wussten, was sie taten. Nicht nur der Vortrag eines Insiders, von Lawrence Wilkerson, u. a. Stabschef des US-Außenministers Powell in der Zeit der Präsidentschaft von George W. Bush, verrät, dass ihnen sehr wohl bewusst war, was sie taten. »Auch der Mainstream der Medien lässt seine Rezipienten die Bürger im Stich. Er klärt über diese Vorgänge nicht auf, oft geschieht sogar das Gegenteil, medial wird ein Schleier der Naivität ausgebreitet. Da wird ein Bild in schwarz-weiß von Schurken und Guten präsentiert, das hilft, am Kern des Übels immer mit großer Zielsicherheit vorbeizuschießen. Dann kommt einer wie Wilkerson, der im Inneren des Machtzirkels dabei war, und redet Klartext. Hier wieder aus dem Vortrag ein Beispiel über den Ukraine-Konflikt: Wilkerson: () Warum tut Putin das, was er tut? Teilweise, weil das die einzige Möglichkeit ist, wie man an der Macht bleibt und 60% Zustimmungsquoten in Moskau bekommt. Aber auch weil wir das Versprechen nicht hielten, das George H. W. Bush und Jim Baker dem damaligen Außenminister der Sowjetunion, aus der ja dann Russland wurde, Eduard Schewardnadse, und Gorbatschow und später Jelzin gaben. Und Jim sagte nahezu wörtlich, dass dafür, dass ihr (Anm. d. Autors: die Sowjetunion) kein Geheule über den größten diplomatischen Triumph des späten zwanzigsten Jahrhunderts die Wiedervereinigung Deutschlands anstimmt, wir mit der NATO keinen Zoll weiter nach Osten rücken würden; das sind Jim Bakers Worte. Was tat Bill Clinton? Er ging keinen Schritt weiter nach Osten. Nein. Bei ihm waren es ganze Länder. Er und Obama hielt das aufrecht beabsichtigte sogar Georgien und die Ukraine (Anm. d. Autors: in die NATO aufzunehmen). Wir stifteten sogar die Revolution in Kiew an. Was sollte Putin tun? Ein Drittel der sowjetischen (Anm. d. Autors: Er müsste hier wohl »russischen« sagen) schweren Waffen kommen aus der Ukraine. Die wichtigste Marine-Basis, nein Basen, Sewastopol und Odessa sind dort. Odessa könnte als nächstes dran sein, es ist militärisch sogar wichtiger als die Krim. Was sollte er angesichts einer solchen Stichelei, einer solchen Kampfansage tun?« 1 Weiterführende Literatur findet man insbesondere in Kees van der Pijls Buch über den Abschuss von MH17 (PapyRossa Verlag). Gleiches gilt für die Analyse der Schüsse auf dem Maidan, die von Ivan Katchanovski auf Academia.edu verfügbar ist. Aus diesem Grund wird über die Schüsse auf dem Maidan als auch den Abschuss von MH17 in diesem Buch nur am Rande eingegangen. Das Buch zeigt auf, dass fast alle Voraussagen, welche die Kritiker der Regierung der EU, der NATO und Deutschlands schon 2014 uns 2015 angebracht hatten, berechtigt waren.

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