Schleusung

Aachen (ots)Die Bundespolizei hat am Wochenende 3 Schleuser vorläufig festgenommen. Sie hatten insgesamt 8 Personen ohne die benötigten Ausweispapiere nach Deutschland befördert.

Bereits am Freitag, in der Nacht, wurde von einem 62-jährigen Kongolesen ein guineisches Paar mit ihrem Säugling von Belgien nach Deutschland geschleust. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass er bereits einschlägig polizeibekannt war. Gegen ihn wurde Anzeige wegen der Einschleusung des guineischen Paares erstattet und der Schleuserlohn in Höhe von 500,- Euro beschlagnahmt. Der 62-Jährige wird sich bald vor Gericht wegen der Einschleusung verantworten müssen. Das guineische Paar, im Alter von 22- und 19-Jahren, stellten auf der Dienststelle ein Schutzersuchen und wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet.

In zwei weiteren Fällen wurden am Samstag und am Sonntag ein Italiener und ein Tadschike in Aachen-Brand vorläufig festgenommen. Sie hatten insgesamt 5 Personen verholfen, mit abgelaufenen Duldungen oder Aufenthaltsgestattungen von Belgien nach Deutschland einzureisen. Die geschleusten Personen wurden nach ihrer Beanzeigung wegen der unerlaubten Einreise an die zuständigen Ausländerämter verwiesen. Darunter war auch eine Frau aus Guinea, die bereits ein Schutzersuchen in Frankreich gestellt hatte. Da ihre französische Asylbescheinigung nur national gültig war, wurde sie wegen der ausländerrechtlichen Verstöße beanzeigt. Im Anschluss verließ sie die Dienststelle, mit einer Aufforderung das Bundesgebiet unverzüglich zu verlassen. Gegen die beiden Schleuser wurde jeweils ein Strafverfahren wegen der Einschleusung gefertigt. Da sie feste Wohnsitze in Deutschland hatten, wurde von einer Untersuchungshaft abgesehen.

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