Bundespolizei

Rosenheim / A93 (ots) – Über das Wochenende (29./30 Januar) verteilt, hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim insgesamt rund 30 Migranten ohne die erforderlichen Einreisepapiere festgestellt. Unter ihnen sind zwei türkische Staatsangehörige, die offenbar über die Inntalautobahn eingeschleust werden sollten. Ein weiterer Türke wurde auf der A93 mit gleich mehreren falschen Papieren erwischt. Die Staatsanwaltschaft in Berlin hat nach dem flüchtigen Mann gesucht. Außerdem stoppten die Bundespolizisten nahe Kiefersfelden einen Pakistaner, dem vorgeworfen wird, einem Landsmann bei dessen illegaler Einreise geholfen zu haben.

Schleusung für mehrere tausend Euro pro Person

In einem Fahrzeug mit deutschen Kennzeichen trafen die Kontrollbeamten auf drei Insassen. Der deutsche Fahrer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Seine beiden Begleiter hingegen hatten keine Papiere für den vorgesehenen Aufenthalt in Deutschland. Der Fahrzeugführer erklärte, dass es sich um Arbeitskollegen handle, die auf einer Baustelle in Baden-Württemberg tätig sein würden. Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei zufolge waren der 21- und der 27-Jährige erst einige Tage zuvor für mehrere tausend Euro pro Person von der Türkei nach Italien geschleust worden. Dort wurden sie dann wohl von dem 29-jährigen Deutschen, der in Sachsen-Anhalt gemeldet ist, mit dem Auto abgeholt und weiterbefördert. Die Geschleusten gaben an, kurdischer Abstammung zu sein. Sie wären aus ihrer Heimat geflohen und suchten Schutz. Beide wurden einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Ihr Fahrer musste eine Strafanzeige wegen Einschleusens von Ausländern entgegennehmen. Anschließend konnte er seine Heimreise antreten.

Bekannter hilft offenbar bei illegalem Einreiseversuch

Im Pkw eines Pakistaners, der den Beamten bei der Grenzkontrolle eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung aushändigen konnte, fuhr ein Mann mit, der über keine Einreisepapiere verfügte. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei stammt der Beifahrer auch ursprünglich aus Pakistan und ist ein Bekannter des in Sachsen gemeldeten Fahrers. Er wurde wegen eines illegalen Einreiseversuchs, der 34-jährige Fahrzeugführer wegen Beihilfe dazu angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste sein Mitfahrer das Land wieder verlassen. Der 41-Jährige wurde der österreichischen Polizei überstellt.

Vermutlich aus gutem Grund ohne echte Papiere

Ein türkischer Staatsangehöriger dürfte seine Gründe gehabt haben, ohne echte Dokumente zu reisen: In der Grenzkontrollstelle gab der 46-Jährige zunächst an, seine Papiere verloren zu haben. Er sei türkischer Staatsangehöriger und wohne in Berlin. Mithilfe seiner Fingerabdrücke überprüften die Bundespolizisten diese Angaben. Sie fanden heraus, dass er von der Staatsanwaltschaft Berlin-Tiergarten unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr und unerlaubten Entfernens vom Unfallort seit Mitte des letzten Jahres mit einem Untersuchungshaftbefehl gesucht wird. Bei der Durchsuchung des Verhafteten fand die Bundespolizei einen polnischen Ausweis und einen polnischen Führerschein. Beide Urkunden erwiesen sich als Fälschungen. Der Türke wurde wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise angezeigt und anschließend auf richterliche Anordnung hin in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Die Ermittlungen gegen den dringend Tatverdächtigen dauern an.

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