BundespolizeiAm Montag drei und am Dienstag vier Gewalttaten in Münchner Bahnbereichen, die es in eine Presseinformation der bayerischen Schwerpunktdienststelle schafften.

München (ots)Nachdem bereits am Montag drei Körperverletzungsdelikte Einzug in eine Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion München gefunden hatten, kam es auch am Dienstag (23. Mai) zu mehreren Gewalttaten im bahnpolizeilichen Zuständigkeitsbereich der bayerischen Schwerpunktdienststelle.

Foto (Symbolbild) + Text: Bundespolizeidirektion München

* Kurz nach Mitternacht warf ein wohnsitzloser 43-jähriger Italiener am Ausgang Arnulfstraße des Münchner Hauptbahnhofes eine volle geöffnete Bierflasche nach einem 27-jährigen Polen, traf diesen jedoch nicht. Vorausgegangen war eine verbale Streitigkeit aus unbekannten Gründen, bei der der Pole unvermittelt seinem Kontrahenten mit der Hand ins Gesicht geschlagen hatte. Bundespolizisten konnten den stark alkoholisierten 43-Jährigen im Rahmen einer Fahndung im Hauptbahnhof ausfindig machen und festnehmen. Der Südeuropäer, der wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung eine Anzeige erhält und der Osteuropäer aus der Ludwigsvorstadt, gegen den wegen Verdachts einer Körperverletzung ermittelt wird, konnten beide die Wache nach Abschluss aller polizeilichen Maß-nahmen verlassen.

* Kurz vor ein Uhr kam es im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofes zu einer tätlichen Auseinandersetzung unter Wohnsitzlosen. Ein 25-jähriger Eritreer und ein 29-Italiener waren – aus unbekannten Gründen – aneinandergeraten. Beide Beteiligten hielten sich vor einem Ladengeschäft auf. Unvermittelt gab der mit 1,2 Promille alkoholisierte Afrikaner dem Südeuropäer eine Kopfnuss ins Gesicht. Danach kam es zu gegenseitigen Schlägen. Dabei trug der Eritreer einen schwarzen Handschuh mit Fingerknöchelverstärkung. Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit gingen dazwischen. Während der Eritreer keine äußerlichen Verletzungen davontrug, beklagte der Südeuropäer einen wackeligen Zahn. Wegen gefährlicher Körperverletzung (gegen den Eritreer) und Körperverletzung (gegen den Italiener) ermittelt nun die Bundespolizei. Der Afrikaner, der 2015 ins Bundesgebiet eigereist und bereits wiederholt mit Gewaltdelikten aufgefallen war, wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I heute dem Haftrichter vorgeführt. Der Südeuropäer, ebenfalls bereits wiederholt polizeibekannt, konnte nach Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten die Dienststelle verlassen. Warum der Eritreer einen Handschuh mit Fingerknöchelverstärkung dabei hatte und benutzte ist Gegenstand weiterer bundespolizeilicher Ermittlungen.

* Um 05:20 Uhr kam es am Querbahnsteig des Hauptbahnhofes München auf Höhe Gleis 22 zu einer körperlichen Attacke. Ein 56-Jähriger aus Oberschleißheim hatte einen 64-Jährigen aus Mering, Lkr. Aichach-Friedberg, (beide Deutsche) vor in der Nähe befindlichen Bundespolizisten – aus unbekannten Gründen – mit der Hand ins Gesicht geschlagen. Der Geschlagene wies keine äußerlichen Verletzungen auf und benötigte keine ärztliche Versorgung. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung Getretene, gegen den nun erneut wegen Körperverletzung ermittelt wird, auf freien Fuß gesetzt und mittels Platzverweis des Hauptbahnhofes München verwiesen.

* Kurz nach 14:30 Uhr kam es in einer S8 auf der Fahrt von Hallbergmoos nach München zu einem tätlichen Angriff gegen Mitarbeiter des DB-Prüfdienstes. Ein 13-jähriger Afghane hatte bei der Kontrolle keinen Fahrschein vorzeigen können. Als der in Bogenhausen Wohnende beim Halt am Haltepunkt Unterföhring aus der S-Bahn flüchten wollte, versuchten ihn DB-Mitarbeiter – durch in den Weg stellen – aufzuhalten, dabei kam es zu einem Handgemenge. Ein 80-jähriger Reisender aus Freising versuchte den Flüchtenden ebenfalls aufzuhalten. Er versuchte den 13-Jährigen an dessen Tasche festzuhalten. Dabei kam es zu einem Handgemenge, bei dem sich der 80-Jährige leicht an der Hand verletzte und anschließend über leichte Schmerzen im Finger klagte. Die DB-Mitarbeiter konnten den 13-Jährigen anschließend festhalten bis die Bundespolizei eintraf. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wegen Erschleichens von Leistungen und Körperverletzung konnte das strafunmündige Kind, welches im November 2017 erstmalig ins Bundesgebiet eingereist war und bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten war, nach Verständigung von Erziehungsberechtigten die Dienststelle des Reviers am Ostbahnhof freien Fußes verlassen.

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