Schleuser Migranten

Rosenheim / A93 (ots)Bundespolizei ermittelt gegen Fahrer von ägyptischem Trio. (Foto: Symbolbild)

Wiedersehen macht bekanntlich Freude. Das gilt wohl nicht für Migranten, die an einem Tag in derselben Kontrollstelle gleich zweimal von der Bundespolizei beim Versuch, illegal einzureisen, gestoppt werden. Am Mittwoch (10. November) haben Bundespolizisten bei Grenzkontrollen auf der A93 nahe Kiefersfelden drei Ägypter festgenommen, die sich von einem Landsmann befördern ließen. Nur Stunden zuvor war dem ägyptischen Trio die Einreise in die Bundesrepublik schon einmal verweigert worden.

In den Morgenstunden stellten die Kontrollbeamten fest, dass sich die drei Insassen eines Kleinbusses mit italienischen Kennzeichen nicht ordnungsgemäß ausweisen konnten. Sie verfügten zwar über italienische Aufenthaltsgenehmigungen, die jedoch abgelaufen und somit nicht mehr gültig waren. Die Männer im Alter von 23, 35, und 39 Jahren gaben an, in Deutschland arbeiten zu wollen. Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in der Bundesrepublik hatten sie nicht. Sie wurden in Rosenheim jeweils wegen eines illegalen Einreiseversuchs angezeigt und am Nachmittag nach Österreich zurückgewiesen.

In der Nacht waren die drei wieder „Gäste“ der Rosenheimer Bundespolizei. Die ägyptischen Staatsangehörigen hatten erneut versucht, an den Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze vorbei illegal einzureisen. Abermals war auf der Inntalautobahn Reiseende. Diesmal bedienten sich die Männer offenbar der Dienste eines von ihnen engagierten Fahrers. Dabei handelt es sich um einen 38-Jährigen, der einen ägyptischen Pass und eine italienische Aufenthaltserlaubnis besitzt. Der Ägypter nahm die drei zurückgewiesenen Landsleute in seinem in Italien zugelassenen Pkw mit. Ersten Ermittlungen zufolge kannten sich der Fahrzeugführer und seine Begleiter. Er wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Anschließend durfte er die Bundespolizeiinspektion in Rosenheim verlassen – allerdings ohne seine Mitfahrer. Diese mussten für den zweiten Versuch jeweils eine weitere Strafanzeige entgegennehmen. Anschließend hatten sie das Land wiederum zu verlassen. Sie wurden am Donnerstag unmittelbar der österreichischen Polizei überstellt.

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