BundespolizeiDie Bundespolizei in Rosenheim hat wegen verschiedener Urkundendelikte die Ermittlungen aufgenommen.

Rosenheim / Kiefersfelden (ots) – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Montag (12. Oktober) einen Syrer vorläufig festgenommen. Der 20-jährige Beifahrer und Halter eines in Deutschland zugelassenen Autos konnte sich bei der Kontrolle nahe Kiefersfelden mit einem syrischen Reisepass und einer deutschen Aufenthaltsgenehmigung ordnungsgemäß ausweisen. Bei der Durchsuchung seines Wagens fanden die Beamten auch einen griechischen Führerschein, der auf den jungen Mann ausgestellt war. Wie sich aber rasch herausstellte, handelte es sich dabei um eine „glatte Fälschung“. Der syrische Staatsangehörige musste den Beamten zur Inspektion nach Rosenheim folgen. Dort wurde er, ehe er die Dienststelle wieder verlassen konnte, wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise angezeigt. Er muss mit einem entsprechenden Strafverfahren rechnen.

Auch ein Nigerianer wurde von der Rosenheimer Bundespolizei auf Höhe Kiefersfelden festgenommen. Bei seiner Kontrolle in einem Reisezug, konnte sich der in Italien registrierte Afrikaner nicht mit den erforderlichen Einreisepapieren ausweisen. Stattdessen fanden die Bundespolizisten bei seiner Durchsuchung eine Krankenversicherungskarte sowie eine Kreditkarte. Beide Karten waren gefälscht. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sich der Mann die Urkunden nicht nur beschafft, um über seine wahre Identität hinwegzutäuschen, sondern vor allem um ärztliche Leistungen in Deutschland zu erschwindeln. Der nigerianische Staatsangehörige musste wegen des Versuchs der illegalen Einreise und des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise Strafanzeigen entgegennehmen. Unmittelbar im Anschluss hatte er das Land wieder in Richtung Österreich zu verlassen.

Ein Senegalese versuchte, die Bundespolizisten in der Autobahn-Kontrollstelle bei Kiefersfelden mit einem Reisepass zu täuschen. Der mitgeführte Pass wie auch das Visum des Businsassen waren zwar echt, jedoch gehörten sie offenkundig einer ganz anderen Person. Mithilfe der Fingerabdrücke des von italienischen Behörden registrierten Mannes bestätigte sich dieser Verdacht. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten schließlich den Pass, der dem festgenommenen 28-Jährigen tatsächlich gehörte. Dieser war aber abgelaufen und damit nicht mehr gültig. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der senegalesische Staatsangehörige zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen des Vorwurfs der versuchten unerlaubten Einreise und des Missbrauchs von Ausweispapieren verantworten müssen.

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