Polizei

München (ots/Raven)In der Nacht von Samstag auf Sonntag (24. Juni) rief ein neunzehnjähriger einer zivilen Streife der Bundespolizei “Sieg Heil” zu. Bei einer anschließenden Kontrolle öffnete der Mann aus Gröbenzell seine Hose und äußerte sich anzüglich gegenüber einer 23-jährigen Beamtin. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,25 Promille.

Gegen 2:30 Uhr ging der Mann im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofes ohne Mund-Nasen-Bedeckung an einer Zivilstreife vorbei und rief den Beamten “Sieg Heil” zu. Daraufhin kontrollierte ihn eine uniformierte Streife der Bundespolizei. Bei der Kontrolle verhielt er sich von Anfang an unkooperativ und äußerte, eine große Menge Betäubungsmittel mit sich zu führen, woraufhin die Beamten ihm mitteilten, dass er nun durchsucht werden muss.

Unvermittelt öffnete er seine Hose und zog diese samt Unterhose so weit herunter, dass sein Geschlechtsteil gerade noch verdeckt war. Dabei äußerte er immer wieder gegenüber der beteiligten Polizeibeamtin, dass diese das doch auch sehen möchte und blickte sie anzüglich an. Der Aufforderung die Hose hochzuziehen kam er nur widerwillig nach.

Für weitere Maßnahmen folgte er den Beamten zur Dienststelle, wobei er lautstark seinen Unmut darüber kundtat. Gegen den Mann wird wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Beleidigung ermittelt. Außerdem erwartet ihn ein Bußgeldverfahren wegen dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

Stefan Raven News fragte bei der Bundespolizeiinspektion München nach, ob es sich um das unangemessen Verhalten eines stark alkoholisierten Mannes handelte oder ob dieser der rechtsextremen Szene zuzuordnen sei. Eine Sprecherin teilte mit: “Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen handelt es sich um das unangebrachte Verhalten eines Betrunkenen, der nach unseren Erkenntnissen nicht der rechten Szene zuzuordnen ist.”

Es ist unserer Erfahrung danach davon auszugehen, dass auch dieser Fall in die Statistik des Verfassungsschutzsberichtes für Bayern und Deutschland eingehen wird (politisch motivierte Kriminalität rechts – Propagandadelikte). Um einen Rechtsextremisten handelt es sich offenbar jedoch auch hier nicht.

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