BetrügerQuelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Bad Segeberg (ots)Bereits am 08. Juni 2020 ist es im Langenharmer Weg in Norderstedt zu einem Betrug durch unseriöse Handwerker gekommen.

Nach derzeitigem Stand informierte ein Anwohner gegen 12:00 Uhr über eine Telefonnummer aus dem Internet mutmaßliche Fachkräfte, um eine Reparatur an seiner Wasserleitung zu beauftragen.

Wenig später erschienen zwei bislang unbekannte Männer.

Die vermeintlichen Fachkräfte verlangten eine Abschlagszahlung von über 300 Euro, welche durch den Geschädigten geleistet wurde.

Die mutmaßlichen Handwerker sagten zu, die Arbeiten noch am gleichen Nachmittag auszuführen. Dies geschah jedoch nicht.

Die bisherigen Fahndungsmaßnahmen der Kriminalpolizei Norderstedt verliefen bislang ergebnislos.

Die angebliche Handwerker-Firma soll ihren Sitz in Dortmund haben, der angebliche Inhaber ist in Düsseldorf gemeldet.

Hier verliert sich die Spur.

Die Kriminalpolizei Norderstedt wendet sich entsprechend mit Bildern der falschen Handwerker aus einer Überwachungskamera an die Öffentlichkeit und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Ermittler bitten um Angaben zur Identität der abgebildeten Personen unter 040 52806-0.

Unseriöse Handwerker machen mit der Not der Kunden lukrative Geschäfte. Sie rechnen Leistungen überteuert ab, bestehen auf Barzahlung und drohen Kunden, die sich nicht alles gefallen lassen, mit Inkassounternehmen oder der Polizei.

Seien Sie schon bei der Suche nach einem Notdienst aufmerksam! Lassen Sie sich nicht auf Handwerker ein, die ungefragt Dienstleistungen an der Haustür anbieten.

Wer den Notdienst vor Ort nicht kennt, schaut schnell ins Internet. Doch Vorsicht: Viele unseriöse Anbieter landen mit gekauften Anzeigen weit oben bei den Suchergebnissen. Und sie täuschen gerne eine Ortsnähe vor. Deswegen sollte man gerade im Netz genauer hinschauen. Ist kein Impressum vorhanden oder gibt es viele identische Seiten einer Firma mit unterschiedlichen Ortsangaben, kann das ein Hinweis auf einen unseriösen Anbieter sein.

Aber auch ein Telefonbuch ist nicht automatisch eine sichere Quelle für eine zuverlässige Firma vor Ort. Denn kriminelle Anbieter täuschen ihre Kunden einfach mit gekauften Ortsvorwahlen. Deswegen sollte man auch hier genauer hinschauen.

Grundsätzlich sollte sich jeder genau über die Firma informieren, die er beauftragen will. Fragen Sie am Telefon nach der genauen Anschrift und dem Namen der Firma. Schildern Sie Ihr Problem so gut wie möglich, um anschließend einen festen Preis für die Leistung vereinbaren zu können. Denn seriöse Handwerker können Ihnen Kosten für Anfahrt und die eigentliche Leistung genau benennen.

Tipps der Polizei zum Schutz vor unseriösen Handwerkerleistungen:

Unterschreiben Sie einen Auftrag nur, wenn Sie alles verstanden haben.

Verlangen Sie eine Rechnung und prüfen Sie, ob die aufgeführten Leistungen auch ausgeführt wurden. Achten Sie auf eine rechtskonforme Rechnung (Firmenangabe, Steuernummer, Rechnungsnummer). Sie sind nicht verpflichtet, die Rechnung sofort zu begleichen. Auch die Drohung mit der Polizei oder einem Inkassounternehmen ist haltlos.

Wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale, wenn Sie Fragen zur Rechnung haben.

Rufen Sie die Polizei unter 110, wenn Sie bedroht werden. Holen Sie wenn möglich Nachbarn hinzu, die den Vorfall bezeugen und Sie bestärken können.

Scheuen Sie sich nicht, Anzeige bei der Polizei gegen die Firma zu erstatten.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.polizei-beratung.de oder unmittalbar unter folgendem Link:

https://t1p.de/yrbl

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Obwohl nur ein einziger Journalist mit der gelegentlichen Unterstützung zahlreicher ebenfalls freiberuflicher Kollegen und Ehrenamtler hat Stefan Raven News seit 2020 immer wieder Dinge aufgedeckt, die andere Medien erst später berichteten. Leider sehen es diese Medien nicht als angebracht an, den Erstberichterstatter (uns/mich) zu nennen, wie es im Journalismus Gang und Gebe ist. Einige haben uns sogar schon gelegentlich die Stories im wahrsten Sinne des Wortes geklaut. Das ist kein netter Umgang zwischen Kollegen.

Auf der anderen Seite werde ich auch immer wieder von politischen Extremisten angezeigt. Die Vorwürfe nennt man mir noch nicht einmal. Die Anzeigen stellen sich nach zwei Monaten von alleine ein. Es scheint hier vermutlich darum zu gehen, unliebsame Berichterstatter wegen ihrer hohen Trefferquote an Aufdeckungen einzuschüchtern. Funktioniert leider nicht, da weder ich, noch meine Kollegen uns jemals etwas zu schulden kommen lassen. Um ehrlich zu sein, motiviert uns dieses sogar noch, noch weiter zu bohren, noch mehr nachzuhaken und erst Recht über bestimmte Themen zu schreiben.

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