Eriteer

München (ots)Zwei “tierische Einsätze” mussten Beamte von Bundes- und Landespolizei bewältigen. In Allach musste am Mittwoch (18. August) ein Rottweiler einer bewusstlos am Bahnsteig aufgefunden Frau von einer Hundeführerin “gebändigt” werden. Im Ostbahnhof geriet am Dienstag (17. August) ein Unbekannter in Panik, nachdem er im Rucksack ein tierisches Urlaubsmitbringsel entdeckt hatte.

* Kurz nach Mitternacht zum Mittwoch (18. August) meldete ein Triebfahrzeugführer einer S-Bahn am Haltepunkt München-Allach eine bewusstlos auf einer Wartebank am Bahnsteig liegende Frau. Polizei und Rettungskräfte fanden eine 40-Jährige aus Pasing vor. Sie war ansprechbar, wies jedoch Spuren berauschender Mittel (Medikamente/Alkohol) und Ausfallerscheinungen auf.

Als die Deutsche in eine Klinik transportiert wurde, befand sich, angeleint an einem Fahrausweisautomaten, noch ein Rottweiler am Bahnsteig. “Medox” verhielt sich allen ihm näherkommenden Reisenden und Einsatzkräften gegenüber aggressiv, weswegen eine Diensthundeführerin der Landespolizei hinzugezogen wurde. Ihr gelang es fachkundig den Rottweiler schnell zu beruhigen und ihn vom Bahnsteig zu führen und dem Tierheim München zu übergeben. Dem Klinikum wurde für die Besitzerin der Verbleib von “Medox” mitgeteilt.

* Entlaufene, bahnfahrende Hunde, im Gleis umherstreunende Katzen, Tauben am Bahnhofsdach, ein in einem Karton in einer S-Bahn zurückgelassener Hamster, Mäuse im Schaufenster der Bäckerei und entlaufene Pferde ebenso wie von der Weide ausgebüxste Kühe und im Gleis stehende Schafe – Tiergeschichten gibt es bei der Inspektion München beinahe wie Sand am Meer. Doch nun wurde die Reihe unglaublicher Geschichten um eine beinahe unglaubliche Episode erweitert. Dem Chilopoda der Klasse Arthropoda sei gedankt.

Ein Unbekannter sprach am Bahnsteig im Münchner Ostbahnhof kurz vor 13 Uhr am Dienstag (17. August) panisch einen 23-Jährigen aus Berg am Laim an. Er habe eben, ein ihm unbekanntes lebendes Tier im Rucksack aufgefunden. Er hätte den Findling wohl vom Urlaub aus Griechenland mitgebracht. Da er nicht wisse, ob das Ungetüm giftig ist, übergab er dem Verdutzen das Tier, ohne weitere Begutachtung eingewickelt in einem Handtuch, und entfernte sich eiligst mit einer Begleiterin.

Der 23-Jährige Deutsche wusste sich nicht anders zu behelfen, als die Bundespolizei im Revier München-Ost zu kontaktieren. Eine Streife sicherte den später als Hundertfüßer (lat: Chilopoda) identifizierten Gliederfüßer (Arthropoda). Da die informierte Münchner Berufsfeuerwehr keinen Reptilienbeauftragten im Dienst hatte, wurde der ausweislose “Einwanderer” nach Mitnahme zur Dienststelle und Kontaktaufnahme mit dem Tierheim Riem, diesem zur weiteren Klärung, der Frage möglicher Giftigkeit übergeben.

Ob es für den braunen, ca. 7 cm langen Hundertfüßer schon Interessenten gibt ist nicht bekannt. Auch nicht, ob die große Giftklaue, die aus dem ersten Laufbeinpaar entwickelt wurde und entsprechend als Maxilliped bezeichnet wird, und bei allen Hundertfüßern zu finden ist, tatsächlich giftig ist, ist ebenfalls nicht bekannt.

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