Michael Kretschmer

In der Süddeutschen Zeitung ist zu lesen, dass Sachsen das Versammlungsrecht lockert. Diese Headline irritierte unsere Redaktion am Sonntagabend, da wir davon gar nichts wussten und sicherlich mit als erste berichtet hätten. Doch liest man sich den Artikel durch, stellt man schnell fest, dass es nur Worthülsen sind.

Natürlich werden auch in diesem Artikel politisch motivierte Falschbehauptungen und Verschwörungstheorien breitgetreten. So werden in zwei der fünf Absätze vermeintliche Übergriffe auf Polizisten während vermeintlicher „Märsche“ (Wortspiel, die Demonstranten nennen es Spaziergänge) ausgiebig behandelt. Natürlich kommt dies alles von ganz weit rechts und das sind sogar bürgerlich konservative Parteien, die die Interessen breiter Gesellschaftsschichten vertreten.

Dann aber geht es tatsächlich noch um die vermeintlichen Lockerungen. So sollen dann wieder ortsfeste Versammlungen von bis zu 200 Personen möglich sein. Dient dies dazu, damit sich die Omas gegen rechts mit mehr als 10 Menschen aufstellen dürfen oder möchte man linksextreme Proteste befeuern, da man der Lage selbst nicht mehr Herr wird?

Genau so höhnisch klingt die Lockerung für Gaststätten, Hotels, etc. 2G plus soll ggf. fallen, wenn die Krankenhauszahlen das zulassen würden (diese taten korrekter Weise nie etwas Anderes). So dürften dann Geimpfte und Genesene wieder ohne Test dort rein. Wer allerdings aus eigener Entscheidung ungeimpft und gesund ist, muss weiterhin draußen bleiben. Hat Kretschmer hier erkannt, dass 2G plus sogar die Geimpften und Geboosterten so sehr nervt, dass er von denen eine Abwanderung zu den Protestlern fürchtet?

Von Lockerungen ist jedenfalls keine Spur zu sehen, allenfalls nur eine Verhöhnung der Leidtragenden der Maßnahmen.

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Die von den staatstragenden Medien vorangetriebene Infantilisierung der deutschen Sprache, einst eine der präzisesten Sprachen der Welt, hat inzwischen groteske Ausmaße erreicht. Ein Blick in die deutschen Gazetten zeigt: Sie quellen über von Worthülsen, Begriffsumdeutungen, halbwahren Floskeln, wohlfeilen Mustersätzen, linguistischen Simplifizierungen, Kampfbegriffen und ewig gleichen linkspädagogischen Argumentationsmustern, die das Denken der Menschen normieren, ja ausschalten sollen.

Man muss kein Linguist sein, um in diesem Gesinnungsdiktat, das erwachsenen Menschen verbieten will, so zu sprechen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, eine volkspädagogische Erziehungsmaßnahme zu erkennen.

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