KindesmissbrauchKindesmissbrauch

Wir alle wissen, wie lange Menschen ins Gefängnis wandern, wenn sie die Steuern hinterziehen, keinen Rundfunkbeitrag zahlen, wiederholt Politiker beleidigen oder Ähnliches. Nun kam es vor einigen Tagen zu einem Prozess gegen einen Mann, der in 284 Fällen (sic!) Kindesmissbrauch begangen haben soll (angezeigt waren 462 Taten laut Abendblatt). Er wurde zu lediglich sechseinhalb Jahren Haft verurteilt.

Es ist sicherlich klar, dass bei bei dieser Anzahl nicht von einem Ausrutscher oder einmaligem Verhalten sprechen kann. Dennoch eine Strafe, die vielen Menschen für die Höhe der Straftaten als gering erscheint.

Seit den 90ern soll der jetzige Rentner in seinem Einfamilienhaus in Rohlstorf im Kreis Segeberg immer wieder Kinder missbraucht haben. Die Staatsanwältin soll daher 10 Jahre und 9 Monate Haft gefordert haben. Der Strafverteidiger des Angeklagten unter anderem während des Prozesses laut Abendblatt: „Mit einem schlichten Nein hätte vieles verhindert werden können.“ (sic!)

Gestern das Urteil. Sechseinhalb Jahre kommt er ins Gefängnis. Auch muss er an die Opfer Schmerzensgeld bezahlen. Der Richter vom Landgericht Kiel sprach ihn dann für mindestens 273 Fälle schuldig. Das jüngste Opfer war 2 Jahre alt. Beim NDR heißt es: „Das Gericht attestierte dem Angeklagten eine verminderte Schuldfähigkeit. Laut einem psychiatrischen Gutachten hat der Mann keine oder kaum soziale Kontakte gehabt, so die Richterin. Außerdem sei er gesundheitlich beeinträchtigt. Das Gericht hat sich gegen eine anschließende Sicherungsverwahrung entschieden, da der Angeklagte einer Therapie zugestimmt hat.“

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