Adidas RunningAdidas Running

Es gibt viele gute Dienste im Internet, die präzise mittels GPS arbeiten. Seien es verschiedene Kartendienste oder auch sogenannte Fitness-Apps. Eine App, die in letztere Kategorie fällt, ist Adidas Running (früher Runtastic). Sie enthält auch eine kostenpflichtige Premiumversion, doch hielt sie meinem Test nicht stand.

Sucht man im PlayStore von Google für sein Android-Gerät eine Lauf-App, dann ist Adidas Running einer der ersten Treffer. Die App hat erstaunlich gute Bewertungen – über 1,45 Millionen. Das macht einen guten Eindruck, doch sind diese Bewertungen vielleicht gekauft? Denn geht man diese durch, dann entdeckt man dort Bewertungen mehrheitlich Bewertungen mit einem Stern.

Hatte Jahrelang die Runtastic Pro app und war sehr zufrieden. einmal bezahlt, und gut ist. Brauche nur eine App die mir über die Kopfhöhrer ansagt in welcher Pulszone ich gerade trainiere. Mehr nicht. das konnte Runtastic pro sehr gut. Ich bin auch nicht bereit für irgendwelchen Schnickschack den ich nicht haben will Monatlich knapp 10€ zu bezahlen. Ich bin leider sehr enttäuscht. Neu und anders ist eben nicht immer für jeden besser.

Google PlayStore

oder auch:

Die App funktioniert seit über einem Monat nicht mehr richtig. Die Laufstrecke und km Anzahl wird immer mit erheblichen Abweichungen gemessen. Vorher lief alles perfekt. Updates und Neuinstallationen beheben den Fehler nicht. Ich zahle für die App nicht. Ich lösche sie aufgrund der Fehlfunktion nun und suche mir eine andere Lauf-App. Es ist sehr frustrierend, wenn man sich anstrengt, man weiß, dass man mindestens 1 km gelaufen ist und die App gibt an, man wäre keine 500m gelaufen. =(

Google PlayStore

Letzteres, was man dort in dieser Art häufiger liest, ist genau die Erfahrung, die ich mit dieser App gemacht habe. Ursprünglich installiert, als ich nach langer Verletzungspause wieder mit dem Laufen anfing, fand ich, dass diese ganz gut funktioniert. Ich hatte mir eine Strecke mit erstmal 5 km herausgesucht, für die ich im absoluten Schongang und mit reichlich Übergewicht und Raucherlunge auch 33 Minuten gebraucht hatte. Ich kam jedoch nach und nach immer weiter an meine alte Form heran. Ich lief auch andere Strecken, auch längere. Auch wurden meine Zeiten immer besser. Doch während ich weiter immer schneller wurde, wurde ich laut App immer langsamer und die Strecke immer kürzer.

Ich stoppte die Zeit also nebenbei auch mit Sportuhren und einer Stoppuhr. Fazit: Ich war bis zu vier Minuten schneller, als die App mir Glauben machen wollte. Auch trackte ich die Strecke, welche ich über unterschiedliche Karten- und Wanderdienste gemessen hatte, welche alle auf ca. 20 Meter auf exakt 5 km kamen, auch über andere Lauf-Apps, sowie über verschiedene Fitness-Uhren. Ergebnis, ich wurde immer schneller, die Strecke blieb selbstverständlich gleich lang, nur die Adidas Running-App erzählte mir, dass ich immer langsamer werden würde. So werden teilweise heute auf meiner 5 km-Strecke Zeiten von 29 bis 32 Minuten angezeigt. Und die Strecke ist je nach Lauf zwischen 4,2 und 4,8 km lang. Man könnte sagen, dass es vielleicht am GPS-Signal liegt. Doch das ist auf drei verschiedenen Handys, mit denen ich testete immer super und auf allen anderen Apps funktionierte dies auch so. Im Übrigen laufe ich die 5 km heute wieder mit knapp über 20 Minuten, manchmal auch knapp drunter, wie früher.

Heute bin ich noch mal eine 8 km lange Strecke gelaufen. Für diese habe ich eine wahrlich gute Zeit von 29 Minuten gebraucht. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,55 km/h. Das ist realistisch und kommt meinem Empfinden, sowie den parallel laufenden Berechnungen meiner Sportuhr nahe. Doch laut Adidas Running habe ich für den ersten km über 7 Minuten gebraucht. Das wäre eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,53 km/h. Wenn ich schnell gehe, sind das bei mir 6 bis 7 km/h und ich bin hier schon in mittleren Tempo gerannt, nicht nur gejoggt. Als ich die 8 km, welche meine unabhängig vom Handy laufende Uhr auch gemessen hat, beendet habe, zeigte mir die RunningApp ausnahmsweise die korrekte Zeit an, aber nur eine Strecke von 4,5 km. Etwas mehr als die Hälfte nur. Die Strecke hat die App aber korrekt aufgezeichnet.

Ich wandte mich einige Zeit vor Erscheinen dieses Artikels an den App-Anbieter und bat um eine Stellungnahme. Explizit war meine Anfrage als Presseanfrage gekennzeichnet. Jedoch bekam ich viele Tage später eine eMail aus dem sogenannten HelpDesk des Anbieters. Auch wurde ich von dieser Person ungefragt geduzt. Sie stellte unsinnige Fragen, die nichts mit meinem vorgetragenen Fall zu tun hatten. Ich fragte aufgrund dieses Blödsinns dann, ob man sich kenne, da sie so ungefragt das du verwendete. Natürlich duze ich auch die Leser auf dieser Seite, allerdings in der Allgemeinheit, nicht in der direkten persönlichen Ansprache. Wenn ich jemanden nicht kenne, begegne ich ihm so, wie ich es im ordentlichen Elternhaus gelernt habe, erstmal mit Sie. Immer erklärte sich die Dame vom HelpDesk bereit, mich ab sofort zu Siezen. Jedoch verriet Sie mir nicht Ihren Nachnamen, womit ich Sie nicht korrekt ansprechen konnte. Sie schrieb, dass man einen sehr freundschaftlichen Ton mit seinen Mitgliedern pflegen würde. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwo Mitglied geworden bin. Ich habe lediglich eine App benutzt, die nicht richtig funktioniert.

Ich schilderte also, dass ich keinen „Support“ benötige, sondern eine Presseanfrage gestellt habe. Man könne eine Stellungnahme einbringen oder nicht. Ich erhielt dann Links, wo ich „Tipps und Tricks“ finde. Sie schrieb, so, wie sie es verstanden hätte, hätte ich Probleme mit dem GPS. Dabei ist genau das das einzige, was wirklich an dieser App funktioniert, weil die Strecken ja immer korrekt und vollständig aufgezeichnet waren. Nur ist es eben so, dass die Länge der Strecken nicht um Kilometer von anderen Anbietern abweichen kann, auch muss zu erwarten sein, dass die Zeit ordnungsgemäß läuft. Vor allem, wenn man eine zusätzliche kostenpflichtige Version des Programms anbietet, dann sollten sich Kunden darauf verlassen können, dass sie auch etwas kaufen, was funktioniert. Die Adidas Running App tut dies leider nicht. Schade, dass das Unternehmen zu keiner Stellungnahme bereit war und stattdessen auf die „geballte Kompetenz“ einer Call-Center-Agentin setzte.

Im übrigen war die Premiumversion früher erhältlich, indem man sie einmalig kaufte. Dann kam eine Änderung, die auch etwas mit der Namensänderung zu tun hatte und prompt gab es das nur noch im monatlichen Abo für 10 Euro. Wer vorher einmalig gekauft hatte, hat eben Pech gehabt.

Newsletteranmeldung

Werbung

Artikel-Ende


Auf deine Mithilfe kommt es an!

Obwohl nur ein einziger Journalist mit der gelegentlichen Unterstützung zahlreicher ebenfalls freiberuflicher Kollegen und Ehrenamtler hat Stefan Raven News seit 2020 immer wieder Dinge aufgedeckt, die andere Medien erst später berichteten. Leider sehen es diese Medien nicht als angebracht an, den Erstberichterstatter (uns/mich) zu nennen, wie es im Journalismus Gang und Gebe ist. Einige haben uns sogar schon gelegentlich die Stories im wahrsten Sinne des Wortes geklaut. Das ist kein netter Umgang zwischen Kollegen.

Auf der anderen Seite werde ich auch immer wieder von politischen Extremisten angezeigt. Die Vorwürfe nennt man mir noch nicht einmal. Die Anzeigen stellen sich nach zwei Monaten von alleine ein. Es scheint hier vermutlich darum zu gehen, unliebsame Berichterstatter wegen ihrer hohen Trefferquote an Aufdeckungen einzuschüchtern. Funktioniert leider nicht, da weder ich, noch meine Kollegen uns jemals etwas zu schulden kommen lassen. Um ehrlich zu sein, motiviert uns dieses sogar noch, noch weiter zu bohren, noch mehr nachzuhaken und erst Recht über bestimmte Themen zu schreiben.

Diese Arbeit ist nur mit deiner Unterstützung möglich!

Helfe mit und stärke kritischen, unabhängigen Journalismus, der keine Rundfunkbeiträge oder Steuergelder bekommt, und keinen Milliardär als Finanzier hat. Als Journalist bin ich nur der Wahrheit und der Wissenschaft verpflichtet. Doch daher bin ich auch auf die freiwillige Unterstützung meiner Leser angewiesen.

Herzlichen Dank im voraus!

Per PayPal. 

Alternativ via Banküberweisung, IBAN: BE02 9741 0271 6040 BIC: PESOBEB1 (Kontoinhaber: Stefan Michels)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert