M-Sport Ford

Köln (ots)

· Neuer WM-Lauf vereint anspruchsvolle Strecken mit unterschiedlichsten Asphaltqualitäten vor atemberaubend schöner Kulisse

· Wochenende der Premieren: Neuer Beifahrer für Gus Greensmith, erster Start im Ford Fiesta WRC für Adrien Fourmaux, Auftakt der Junior-WM mit Fiesta Rally4

· Große Pläne der Fiesta Rally2-Piloten: Junioren-Weltmeister Tom Kristensson debütiert für M-Sport Ford, Teemu Suninen will um die Spitze der WRC 2 kämpfen

Das M-Sport Ford World Rally Team ist bereit für atemberaubende Asphalt-Action: Die Rallye Kroatien, vom 23. bis 25. April 2021 erstmals Bestandteil der Rallye-Weltmeisterschaft, führt über einen aufregenden Mix aus gut gepflegten und teils sehr rauen Straßen mit schweren Spurrillen und Schlaglöchern. Die Wertungsprüfungen (WP) stellen sich bis auf einige enge Passagen überwiegend schnell dar. So gegensätzlich die Asphaltqualitäten sind, so durchgehend malerisch präsentiert sich die Landschaft rund um die pulsierende Hauptstadt Zagreb, in der auch der Service-Park untergebracht ist. Anders als viele extrem kompakte Formate im Vorjahr umfasst der dritte WM-Lauf drei Tagesetappen über insgesamt 1.279,87 Kilometer. 300,32 Kilometer davon entfallen auf die 20 WP.

M-Sport Ford will beim WM-Debüt der Rallye Kroatien das Asphaltpotenzial des Ford Fiesta WRC aufzeigen. Der neue WM-Lauf vereint anspruchsvolle Strecken mit unterschiedlichsten Asphaltqualitäten vor atemberaubend schöner Kulisse. Bild: Adrien Fourmaux.

Beim ersten echten Asphalt-Wettbewerb der Saison befahren alle Crews des WM-Feldes Neuland. Die Strecken im Hinterland von Zagreb führen durch einige der schönsten Gegenden des Adria-Staates. Eng, aber schnell, dazu gespickt mit kleinen Sprungkuppen: Angesichts dieses anspruchsvollen Streckenlayouts ist die Reconnaissance – also das Abfahren der Strecken vor der Veranstaltung – wichtiger denn je. Die Crews müssen selbst kleinste Details exakt notieren, um voller Selbstvertrauen in die WP gehen zu können.

Nicht nur die Rallye Kroatien gibt ihr Debüt, auch M-Sport Ford verzeichnet einige Premieren: Gus Greensmith hört fortan auf die Ansagen seines neuen Beifahrers Chris Patterson, Teamkollege und WRC-2-Ass Adrien Fourmaux startet erstmals in einem Fiesta World Rally Car aus der Rally1-Topklasse. Der knapp 400 PS starke Allradler profitiert von der jüngsten Ausbaustufe des Ford EcoBoost-Turbobenziners, die den jungen Piloten mehr Leistung und Fahrbarkeit verspricht.

M-Sport Ford will beim WM-Debüt der Rallye Kroatien das Asphaltpotenzial des Ford Fiesta WRC aufzeigen. Der neue WM-Lauf vereint anspruchsvolle Strecken mit unterschiedlichsten Asphaltqualitäten vor atemberaubend schöner Kulisse. Bild: Gus Greensmith.

In der WRC-2-Kategorie erhält Teemu Suninen Gesellschaft durch den letztjährigen FIA Junior-Weltmeisters Tom Kristensson in einem zweiten Ford Fiesta Rally2. Als weitere Neuheit erlebt der Fiesta Rally3 seinen ersten Auftritt auf WM-Ebene. Am Steuer sitzt der Ungar Zoltán Lászlónd. Last but not least startet in Kroatien die FIA Junior-Weltmeisterschaft in ihre Saison – ausgetragen auf identischen Ford Fiesta Rally4, die alle durch M-Sport Polen vorbereitet werden.

Wie hoch die Marke mit dem Blauen Oval bei den Rallye-Piloten im Kurs steht, zeigt ein Blick auf die Starterliste: Über alle Klassen hinweg setzen 41 Prozent aller Starter auf ein Rallye-Fahrzeug von Ford. Dabei kommen Fiesta-Versionen aus praktisch allen Stufen der sogenannten „Leiter der Möglichkeiten“ von M-Sport zum Einsatz – angefangen bei der Rally5- bis hin zur Top-Kategorie Rally1.

„Die letzte Rallye ist gefühlt schon eine kleine Ewigkeit her. Umso mehr freuen wir uns jetzt auf den kroatischen WM-Lauf. Es ist immer etwas Besonderes, zum ersten Mal bei einer Veranstaltung an den Start zu gehen. Genau wie die Fahrer bin ich schon gespannt auf die Wertungsprüfungen. Wir alle können es kaum erwarten, die Saison fortzusetzen und streben ein gutes Ergebnis an“, erläutert M-Sport-Teamchef Richard Millener. „Für uns ist die Rallye Kroatien gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: Gus Greensmith geht zum ersten Mal mit seinem neuen Beifahrer Chris Patterson ins Rennen und Adrien Fourmaux tritt erstmals mit einem Ford Fiesta WRC bei einem WM-Lauf an. Darüber hinaus kommt in beiden Autos unser neuestes Motor-Upgrade zum Einsatz: Es entlockt dem 1,6 Liter großen Ford EcoBoost-Vierzylindermotor speziell im oberen Drehzahlbereich noch mehr Leistung. Unser Auto und unsere beiden Fahrer sind auf Asphalt erfahrungsgemäß sehr stark. Das Plus an Power dürfte das Selbstvertrauen der Fahrer zusätzlich stärken. Bei den Testfahrten, die wir an diesem Wochenende in Kroatien absolvieren, werden Gus und Adrien jeweils anderthalb Tage hinter dem Steuer sitzen. Dabei können sie sich an die Performance der Pirelli-Reifen vom Typ P Zero gewöhnen und das passende Set-up für den kroatischen Asphalt abstimmen. Es ist schön, dass wir auch in der WRC 2 mit zwei Ford Fiesta für Teemu Suninen und Tom Kristensson vertreten sind. Wir unterstützen Teemu nach Kräften und wollen ihm die Chance geben, möglichst viele WM-Läufe zu bestreiten. Dass wir mit Tom den amtierenden Junioren-Weltmeister im Team haben, freut uns sehr. Sein Aufstieg ist ein schönes Beispiel für den Erfolg der ,Leiter der Möglichkeiten‘ von M-Sport Ford. Wie gut diese Nachwuchsförderung funktioniert, zeigt sich bei der Rallye Kroatien auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass 41 Prozent des gesamten Teilnehmerfeldes mit einem Wettbewerbsfahrzeug von Ford ins Rennen gehen.“

M-Sport Ford will beim WM-Debüt der Rallye Kroatien das Asphaltpotenzial des Ford Fiesta WRC aufzeigen. Der neue WM-Lauf vereint anspruchsvolle Strecken mit unterschiedlichsten Asphaltqualitäten vor atemberaubend schöner Kulisse. Bild: Ford Fiesta WRC.

Gus Greensmith / Chris Patterson (Ford Fiesta WRC, Startnummer 44); WM-Rang: 11; Rallye-Kroatien-Starts: 0.

Das 24-jährige Talent vertraut beim dritten WM-Lauf der Saison erstmals auf seinen neuen Beifahrer Chris Patterson. Der Ire zählt zu den erfahrensten Co-Piloten im Rallye-Zirkus und soll Greensmith jene entscheidenden Details vermitteln, für die es eigentlich jahrelange Erfahrung braucht. In Kroatien peilt der Brite ein starkes Ergebnis an. Die Chancen hierzu stehen gut, denn sowohl er als auch sein Fiesta sind auf Asphalt erfahrungsgemäß sehr schnell unterwegs.

„Ich bin richtig glücklich, endlich wieder ins Cockpit zu klettern. Mit Chris an meiner Seite fühlt es sich an, als hätte die Saison gerade erst begonnen. Meinem bisherigen Beifahrer Elliott Edmondson danke ich für die tolle Zusammenarbeit. Er ist ein hervorragender Co und ein guter Freund“, betont Greensmith. „Aber an diesem Punkt in meiner Karriere ist es wichtig, von der großen Erfahrung zu profitieren, die Chris mitbringt. Für mich geht es vor allem darum, kleinere Fehler zu vermeiden. Und ich denke, dass mir dies mit seiner Hilfe gelingen wird. Wir haben vorher schon etwas Zeit miteinander verbracht und am Aufschrieb gearbeitet. An diesem Wochenende sitzen wir bei den Testfahrten erstmals gemeinsam im Rallye-Cockpit. Natürlich müssen wir uns zu Beginn erst noch aufeinander einschießen, aber die Zusammenarbeit mit Chris klappt hervorragend. Für mich ist schon jetzt klar, dass seine Erfahrung für mich Gold wert ist. Er hat sehr gute Ideen und Vorschläge, welche Details wir noch verbessern könnten. Ich hoffe, dies kommende Woche in ein starkes Resultat ummünzen zu können. Mein Ziel ist es, eine konstant gute Vorstellung abzuliefern und keine Fehler zu machen. Der Fiesta ist gerade auf Asphalt ein sehr schnelles Auto – als Fahrer gibt dir dies eine Extraportion Selbstbewusstsein. Außerdem profitieren wir vom neuen Motor-Upgrade.“

M-Sport Ford will beim WM-Debüt der Rallye Kroatien das Asphaltpotenzial des Ford Fiesta WRC aufzeigen. Der neue WM-Lauf vereint anspruchsvolle Strecken mit unterschiedlichsten Asphaltqualitäten vor atemberaubend schöner Kulisse. Bild: Adrien Fourmaux.

Adrien Fourmaux / Renaud Jamoul (Ford Fiesta WRC, Startnummer 16); WM-Rang: 13; Rallye-Kroatien-Starts: 0.

In Kroatien gibt der 25-Jährige sein WM-Debüt am Steuer des Ford Fiesta WRC und erklimmt gemeinsam mit Beifahrer Renaud Jamoul die nächste Stufe auf seiner Karriereleiter. Bei der Rallylegend 2020 sammelte das französisch-belgische Duo bereits erste Asphalterfahrungen mit dem aktuellen World Rally Car von M-Sport Ford und trug sich prompt in die Siegerliste ein.

„Ich freue mich riesig über diesen Karriereschritt. Mein Dank gilt M-Sport Ford und Red Bull, die mir die Möglichkeit hierzu geben. Ein dickes Dankeschön geht auch an den französischen Motorsportverband FFSA, alle meine Partner, meine Familie und alle Unterstützer – ohne sie wäre ich heute nicht hier“, erklärt Adrien Fourmaux. „Vergangenes Jahr hatte ich bereits die Gelegenheit, den Ford Fiesta WRC bei der Rallylegend in San Marino und ihm Rahmen der Testfahrten zur Arctic Rallye zu bewegen. Jetzt trete ich mit dem Turbo-Allradler erstmals gegen die weltbesten Rallye-Fahrer in der Weltmeisterschaft an. Für mich gibt es noch viel zu lernen, und darauf freue ich mich. Ich möchte möglichst viel Erfahrung sammeln. An diesem Wochenende spulen wir Testfahrten ab, um uns an das Auto und die für alle Fahrer komplett neuen kroatischen Asphaltstrecken zu gewöhnen. Was ich bislang von den Wertungsprüfungen gesehen habe, sieht sehr vielversprechend aus: Sie führen über schnelle und enge Straßen mit einigen technisch sehr anspruchsvollen Passagen. Das wird eine große Herausforderung – und ich kann es kaum erwarten. Es ist toll, wieder bei einer Asphalt-Rallye an den Start zu gehen. Das gilt umso mehr, da ich nun den Fiesta WRC bewegen darf. Ich bin gespannt, wo wir uns positionieren und wie wir uns im Laufe des Wochenendes verbessern können.“

Teemu Suninen / Mikko Markkula (Ford Fiesta Rally2, Startnummer 25); WM-Rang: 12; Rallye-Kroatien-Starts: 0.

Bei ihrem Abstecher in die WRC 2-Kategorie treffen Teemu Suninen und Beifahrer Mikko Markkula auf ein ausgesprochen starkes Feld, denn immer mehr Toppiloten treten in dieser Liga an. Dass der 27-jährige Finne erstmals seit 2018 wieder in dieser Klasse startet, macht die Aufgabe nicht einfacher, doch Suninen hat seine Qualitäten auf Asphalt schon häufig bewiesen.

„Toll, dass ich die Rallye Kroatien fahren darf – eigentlich stand sie nicht auf meinem Programm, deshalb danke ich Malcolm Wilson und Richard Millener umso mehr, dass sie einen Weg gefunden haben. Je öfter ich am Steuer eines Rallye-Autos sitze, umso besser“, erklärt der 14-malige WP-Gewinner. „Ich freue mich, diese neue Veranstaltung und die kroatischen Strecken kennenzulernen. In der WRC 2 geht es im Moment unheimlich eng zu und ich bin lange keinen Fiesta Rally2 gefahren – aber ich freue mich auf die Erfahrung und möchte an der Spitze mitkämpfen. Jetzt ein Auto ohne Mitteldifferenzial praktisch neu zu entdecken, hilft mir als Vorbereitung auf die Tests für 2022, bei denen mich das Team einplant.“

M-Sport Ford will beim WM-Debüt der Rallye Kroatien das Asphaltpotenzial des Ford Fiesta WRC aufzeigen. Der neue WM-Lauf vereint anspruchsvolle Strecken mit unterschiedlichsten Asphaltqualitäten vor atemberaubend schöner Kulisse. Bild: Teemu Suninen.

Tom Kristensson / David Arhusiander (Ford Fiesta Rally2, Startnummer 26); Rallye-Kroatien-Starts: 0.

Der amtierende FIA Junioren-Weltmeister zündet bei der Rallye Kroatien die nächste Stufe seiner Karriere: Tom Kristensson debütiert am Steuer des Ford Fiesta Rally2 in der WRC-2-Weltmeisterschaft und trifft dort auf viele große Namen. Der Schwede – der fünf Tage nach dem Zieleinlauf seinen 30. Geburtstag feiert – weiß, dass er viel zu lernen hat. Er orientiert sich sowohl an den erfahrenen Ingenieuren bei M-Sport Ford als auch an WM-Laufsiegern wie Andreas Mikkelsen und Mads Östberg.

„Ich bin sehr gespannt auf dieses neue Kapitel. Die Saison in einem Ford Fiesta Rally2 in der Rallye-WM ist der Preis für meinen Juniorentitel. Ich habe hart für diese Chance gearbeitet und möchte aus jeder Sekunde das Beste herausholen“, blickt Tom Kristensson voraus. „Dass ich dabei sogar Teil von M-Sport Ford sein darf, macht das Ganze noch besser. Es gibt viel zu lernen. Dafür bin ich hier bestens aufgehoben und freue mich auf unsere erste gemeinsame WM-Rallye. Ich wollte mich so gut wie möglich vorbereiten – entsprechend intensiv sahen die vergangenen Wochen aus. Bei der Rallye Sanremo voriges Wochenende bin ich einen Ford Fiesta Rally3 von M-Sport Polen gefahren. Anschließend blieben wir in Italien, um den Aufschrieb mit meinen Schotterspionen zu trainieren. Der anschließend geplante Test fiel aus, weil die italienischen Straßen plötzlich völlig verschneit waren. Wir wollen den Test jetzt in Slowenien nachholen, dann reisen wir nach Kroatien zu den offiziellen Testfahrten mit M-Sport Ford. Ich hoffe, diese arbeitsreichen Wochen zahlen sich aus. Wir wollen Erfahrungen sammeln und uns über das gesamte Rallye-Wochenende verbessern.“

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Teilweise, weil das die einzige Möglichkeit ist, wie man an der Macht bleibt und 60% Zustimmungsquoten in Moskau bekommt. Aber auch weil wir das Versprechen nicht hielten, das George H. W. Bush und Jim Baker dem damaligen Außenminister der Sowjetunion, aus der ja dann Russland wurde, Eduard Schewardnadse, und Gorbatschow und später Jelzin gaben. Und Jim sagte nahezu wörtlich, dass dafür, dass ihr (Anm. d. Autors: die Sowjetunion) kein Geheule über den größten diplomatischen Triumph des späten zwanzigsten Jahrhunderts die Wiedervereinigung Deutschlands anstimmt, wir mit der NATO keinen Zoll weiter nach Osten rücken würden; das sind Jim Bakers Worte. Was tat Bill Clinton? Er ging keinen Schritt weiter nach Osten. Nein. Bei ihm waren es ganze Länder. Er und Obama hielt das aufrecht beabsichtigte sogar Georgien und die Ukraine (Anm. d. Autors: in die NATO aufzunehmen). Wir stifteten sogar die Revolution in Kiew an. Was sollte Putin tun? Ein Drittel der sowjetischen (Anm. d. Autors: Er müsste hier wohl »russischen« sagen) schweren Waffen kommen aus der Ukraine. Die wichtigste Marine-Basis, nein Basen, Sewastopol und Odessa sind dort. Odessa könnte als nächstes dran sein, es ist militärisch sogar wichtiger als die Krim. Was sollte er angesichts einer solchen Stichelei, einer solchen Kampfansage tun?« 1 Weiterführende Literatur findet man insbesondere in Kees van der Pijls Buch über den Abschuss von MH17 (PapyRossa Verlag). Gleiches gilt für die Analyse der Schüsse auf dem Maidan, die von Ivan Katchanovski auf Academia.edu verfügbar ist. Aus diesem Grund wird über die Schüsse auf dem Maidan als auch den Abschuss von MH17 in diesem Buch nur am Rande eingegangen. Das Buch zeigt auf, dass fast alle Voraussagen, welche die Kritiker der Regierung der EU, der NATO und Deutschlands schon 2014 uns 2015 angebracht hatten, berechtigt waren.

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