Guido Burgstaller

Der FC St. Pauli überrascht mit einem Neuzugang für die Offensive. Er nimmt Guido Burgstaller unter Vertrag. Der 31-Jährige soll dem jungen Team mit seiner Erfahrung helfen – und vor allem mit Toren. Der Österreicher freut sich am Millerntor schon auf ein Musikstück.

Hamburg (dpa/lno) – Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat seine Offensiv-Abteilung um einen prominenten Neuzugang ergänzt. Der Club verpflichtete Guido Burgstaller vom FC Schalke 04. Der Österreicher erhalte einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023, teilten die Hamburger mit. Der 31-Jährige sollte noch am Mittwoch erstmals mit seiner neuen Mannschaft trainieren. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen.

«Mir war es in meiner Laufbahn immer wichtig, bei Vereinen mit einer gewissen Tradition zu spielen», sagte der Nationalspieler in der Mitteilung des Kiezclubs. Sein neuer Trainer Timo Schultz nannte Burgstaller einen «Mentalitätsspieler, der sich für keinen Weg zu schade ist und weder sich noch den Gegner schont». Er wisse, wo das Tor steht. «Ich glaube, unsere Fans können sich auf einen Spieler freuen, der die klassischen St. Pauli-Tugenden mitbringt», meinte Schultz.

Burgstaller war 2015 zum 1. FC Nürnberg gekommen und wechselte im Winter 2017 von den Franken nach Gelsenkirchen. In der abgelaufenen Saison kam der Nationalspieler zwar noch auf 21 Einsätze, blieb jedoch erstmals in der Bundesliga ohne Treffer. Für die Schalker erzielte er in 119 Pflichtspielen 32 Tore. In Gelsenkirchen besaß er noch einen Vertrag bis Juni 2022. Doch spielte er in den Plänen des Bundesliga-Letzten keine Rolle mehr. Daran änderte auch die Trennung des Vereins von Trainer David Wagner nichts mehr.

Bei den Hamburgern bestand Handlungsbedarf im Sturm, nachdem Henk Veerman (SC Heerenveen), Dimitrios Diamantakos (Hajduk Split) und Viktor Gyökeres (nach Leihe zurück zu Brighton & Hove) sich verabschiedet hatten.

«Nach den zahlreichen Abgängen nach der Vorsaison war klar, dass wir im Offensivbereich noch aktiv werden wollten», meinte Sportchef Andreas Bornemann, der Burgstaller noch aus seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg kennt. Er entspreche «mit seiner Erfahrung​, von der gerade auch unsere vielen jungen Spieler profitieren werden, und seinen Qualitäten genau unserem Anforderungsprofil». Seine Spielweise, passe perfekt ans Millerntor und zum FC St. Pauli.

In den ersten beiden Liga-Spielen der Hamburger in Bochum (2:2) und gegen den 1. FC Heidenheim (4:2) waren Neuzugang Simon Makienok und Boris Taschtschy als Sturmspitzen wegen Verletzung ausgefallen. Daniel-Kofi Kyereh vertrat sie mit drei Treffern in den ersten beiden Partien äußerst erfolgreich und hatte maßgeblichen Anteil am gelungenen Saisonstart des Tabellendritten.

Burgstaller könnte die Offensive des FC St. Pauli nun noch unberechenbarer machen. «Jetzt gilt es für mich, meine Mitspieler und die Philosophie des Trainers kennenzulernen und dann natürlich möglichst bald auch auf dem Platz zu stehen», meinte der Österreicher. «Ich kann es kaum erwarten, am Millerntor die Hells Bells zu hören.»

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