Schweinequal

Wietmarschen (ots) – Erneut veröffentlicht das Deutsche Tierschutzbüro e.V. Bildmaterial aus einem Schweinehaltungsbetrieb in Niedersachsen. Der Betrieb liegt in Wietmarschen, Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen. In dem Familienbetrieb werden ca. 1.000 Mastschweine verteilt auf 2 Hallen gehalten.

Die Videoaufnahmen wurden dem Deutschen Tierschutzbüro zugespielt und zeigen katastrophale Zustände. So sind die Stallungen an einigen Stellen stark mit Urin und Kot verschmutzt, die Tiere müssen in ihren eigenen Ausscheidungen leben. Viele der Tiere haben Abszesse, teilweise Handball groß. Ein Schwein hat einen Abszess direkt über dem Auge, was zur Folge hat, dass dieses blutunterlaufen und voller Eiter ist. Andere Schweine haben blutig gebissene Ohren, humpeln oder haben andere schwere Verletzungen. Bei der Sichtung des Bildmaterials fiel den Tierrechtler vor allem ein sehr stark verkratzest Tier auf, das offenbar im Sterben lag. „Eine tierärztliche Behandlung oder Separierung erfolgte offensichtlich nicht. Für dieses Schwein müssen das Höllenqualen gewesen sein“, kritisiert Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros e.V.

Die Aufnahmen sind im Oktober 2020 entstanden, unmittelbar danach wurde das zuständige Veterinäramt in Nordhorn informiert und eine Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg ermittelt gegen den Betreiber wegen des Verdachts der Tierquälerei (AZ 1106 Js 77533/20). „Wir informieren erst jetzt die Öffentlichkeit über den Fall, da uns in der Vergangenheit oft der Vorwurf gemacht worden ist, dass wir zu schnell die Medien kontaktiert haben und es dadurch zu Ermittlungsbehinderungen gekommen sei. Auch wenn dieser Vorwurf haltlos ist, haben wir uns dazu entschlossen, jetzt erst die Medien zu informieren“, so Peifer.

Gequälte Schweine. Foto: Deutsches Tierschutzbüro e. V.

Geschlachtet werden die Tiere u.a. bei dem Schlachtgiganten Vion in Emstek. Dies geht aus Lieferscheinen hervor, die abgefilmt wurden. Vion hat die Lieferbeziehung bestätigt.

Das Deutsche Tierschutzbüro deckt damit den 7. Fall von Tierquälerei in Schweinehaltungsbetrieben in Niedersachsen innerhalb von nur wenigen Monaten auf. In allen Fällen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. „Noch immer spricht das niedersächsische Landwirtschaftsministerium von Einzelfällen und Verfehlungen einzelner Landwirte, doch bei 7 Fällen von Tierquälerei muss selbst die Ministerin anerkennen, dass dies ein systemimmanentes Problem ist und endlich handeln“ moniert Peifer, der dabei auf eine Untersuchung von NRW verweist. In dieser wurden Ende 2019 knapp 400 Schweinemastbetriebe unangemeldet kontrolliert, mit einem verheerenden Ergebnis. So wurden in über 60% der Betriebe mind. einer oder mehrere tierschutzrelevante Missstände vorgefunden. „Sicherlich sollte auch das Land Niedersachsen flächendeckend unangemeldete Kontrollen durchführen, das Ergebnis wird sicherlich noch schlimmer als in NRW sein“, vermutet Peifer.

Auf Grund der Untätigkeit des Ministeriums und der Politik sehen sich die Tierrechtler darin einmal mehr bestätigt, den Verbraucher zu empfehlen, keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren und sich rein pflanzlich zu ernähren. „Nur mit einer veganen Lebensweise kann den Tieren wirklich und nachhaltig geholfen werden, denn kein Tier will sterben und geht freiwillig in einen Schlachthof“, so Peifer und ergänzt: „Wer den Schweinen helfen will, der soll aufhören sie zu essen“.

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