Heckler & Koch

Die Schwarzwälder Firma Heckler & Koch konnte 40 Prozent mehr erwirtschaften als im Vorjahr. Dabei schlagen kriegsbedingte Nachbestellungen noch gar nicht zu Buche. Zumindest offiziell. Wir schauen nach.

Foto: VonSamuli Silvennoinenderivative work: Regi51 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Mit Sturmgewehren und anderen Handfeuerwaffen hat die Rüstungsfirma Heckler & Koch deutlich mehr Geschäft gemacht und ihren Gewinn gesteigert. Der Umsatz sei im ersten Halbjahr um rund neun Prozent auf 156,1 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen in Oberndorf bei seiner Hauptversammlung mit. Der Gewinn schnellte sogar um rund 40 Prozent auf 16 Millionen Euro in die Höhe.

Als einen Grund für die besseren Zahlen nannte Vorstandschef Jens Bodo Koch effizientere Arbeitsabläufe. In der zweiten Jahreshälfte werde sich das Wachstum aber wegen gestiegener Rohstoffkosten »normalisieren«. Wer es glaubt…

Nachbestellungen aus Nord- und Osteuropa

Wie auch bei anderen Waffenherstellern sorgten die Folgen des Ukrainekriegs für zusätzliche Bestellungen bei der Schwarzwälder Firma. Bestandskunden aus Nord- und Osteuropa hätten seit Februar nachbestellt, sagte Koch und nannte dabei keine Ländernamen. Bekannt ist aber, dass Heckler & Koch Sturmgewehr-Rahmenverträge mit Norwegen, Litauen und Lettland hat. Das sind aber genau die Staaten, die seit Monaten gegen den vermeintlich bösen Russen rüsten. Nichts mit dem Ukraine-Krieg zu tun also? So, so.

Allerdings: Kriegsbedingte Nachbestellungen machen sich im Umsatz frühestens im Herbst bemerkbar. Schon klar.

So gut wie sicher hat das Unternehmen inzwischen einen Großauftrag des Bundes über 120.000 Sturmgewehre eines neuen Modells, welches die G36 ersetzen soll. Nach einem Rechtsstreit zog Konkurrent C. G. Haenel den Kürzeren. Damit Heckler & Koch den Auftrag bekommt, fehlt noch die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestags – dass die kommt, ist sehr wahrscheinlich. Denn die Grünen sind eine Kriegspartei.

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