Berlin, 27. Mai 2020Während die Politik davon spricht, dass der deutsche Mittelstand stark aufgestellt sei und auf große Reserven der letzten Jahre zurückgreifen könne, sieht die Wahrheit ganz anders aus. Kurzarbeit und Existenzängste bestimmen den Alltag in deutschen Betrieben. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Es heißt, die Reserven seien groß, er könne aus vollen Krügen schöpfen, daher würde er die Krise gut meistern. Doch schaut man sich die Zahlen an, fragt man sich, woher so viel “Zuversicht” stammt. Allein im März verlor der Mittelstand Umfragen zufolge 75 Milliarden Euro Umsatz. Man brüstet sich damit, dass nur 8,2 Prozent der Betriebe bisher Stellen abbauen mussten. Dem gegenüber steht aber, dass 54,5 Prozent der Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet haben. Laut einer Studie der KfW sind im Mittelstand derzeit 30,9 Millionen Menschen beschäftigt, also mehr als Zweidrittel aller Beschäftigten in ganz Deutschland (44,6 Millionen). Dies bedeutet, dass aus allen mittelständischen Betrieben 16,8 Millionen Menschen in Kurzarbeit sind und somit 60 % vom letzten Nettogehalt erhalten. 

Wo man dort eine positive Bilanz oder eine starke Aufstellung sehen will erschließt sich nicht. Die Bundesregierung plant Anfang Juni einen Beschluss zur weiteren Unterstützung. Dabei betonte Finanzminister Olaf Scholz: “Die 150 Milliarden sind erfunden. Es ist gut möglich, dass die Maßnahmen weniger kosten. Wichtig ist, dass man nicht zuerst das Volumen festlegt und dann überlegt, wofür man das Geld ausgibt, sondern andersherum vorgeht.” Wenn man dazu Wirtschaftsminister Altmaiers Vorstellung von bis zu 50.000 Euro monatlich für Firmen von bis zu 249 Mitarbeitern sieht, dann wird auch klar, dass man hier möglichst zu sparen wünscht. 

Was der Mittelstand dringend braucht, ist die Aufhebung aller Maßnahmen. Bis heute hat weder das Robert-Koch-Institut, noch die Charité Berlin, noch das Bundesministerium für Gesundheit einen prüfbaren Nachweis (Studie, Untersuchung) geliefert, mit dem sich die Gefährlichkeit und die exponentielle Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus beweisen und die wirtschaftlichen Einschränkungen rechtfertigen lassen. Werden diese nicht umgehend aufgehoben und der Normalzustand wieder hergestellt, werden alle halbherzigen Rettungspakete nichts helfen und es werden noch mehr Menschen in Armut und Arbeitslosigkeit fallen, während andere immer mehr verdienen. 

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