Arbeitsamt

Mittlerweile sind die Auswirkungen von Corona auf den Arbeitsmarkt in Deutschland an vielen Stellen sichtbar. Auf dieser Seite finden Sie Darstellungen, denen Sie den bislang feststellbaren Umfang dieser Auswirkungen entnehmen können.

Seit März 2020 kam es zu einem Anstieg von über 600.000 Arbeitslosen und über 400.000 Unterbeschäftigungen. Der Großteil ist ohne abgeschlossene Berufsausbildung (fast 50 %) und knapp die Hälfte der Betroffenen sind im Helferbereich anzusiedeln. Knapp 900.000 Menschen sind Langzeitarbeitslose, knapp 180.000 Schwerbehinderte.

Nach langem Verharren der Arbeitslosenquote bei ca. 2,3 Millionen Menschen, wurde bereits im Juli 2020 die Schwelle zu 2,9 Millionen überschritten. Fast 900.000 der Arbeitslosen, also ca. 30 %, sind Ausländer. Über 8.500 Betriebe mussten Kurzarbeit anmelden.

Berlin: (hib/FNO) Bis zum 20. August haben kleine und mittelständische Unternehmen 38.592 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 709 Millionen Euro auf Corona-Überbrückungshilfen gestellt. Die Bundesländer haben davon bisher Finanzhilfen im Umfang von rund 248 Millionen Euro bewilligt, schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (19/21823) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/21568). Durch den Grundsatz, dass Anträge nur von Steuerberatern, Buch- oder Wirtschaftsprüfern gestellt werden können, möchte die Bundesregierung „eine zielgenaue und missbrauchsfreie, aber gleichzeitig unbürokratische Vergabe der öffentlichen Mittel“ gewährleisten. Um die Kosten dennoch gering zu halten, sei bei Fördersummen unter 15.000 Euro lediglich eine Plausibilitätsprüfung auf offensichtliche Widersprüche oder Falschangaben durchzuführen.

Die Corona-Überbrückungshilfen sollen den Angaben zufolge diejenigen Unternehmen besonders unterstützen, die vom Corona-Lockdown im April und Mai besonders betroffen waren (Umsatzeinbruch von mehr als 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Für Soloselbstständige, Freiberufler oder Unternehmen die zu diesem Zeitpunkt noch keine entsprechend großen Umsatzeinbußen verzeichnet haben und erst später durch den Corona-bedingten Konjunktureinbruch betroffen waren, gebe es Hilfsmaßnahmen im 130 Milliarden Euro umfassenden Konjunkturpaket.

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