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Wiesbaden (ots)Gastgewerbeumsatz, Oktober 2020 (vorläufige Ergebnisse)

-11,4 % real zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)

-11,3 % nominal zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)

-31,0 % real zum Vorjahresmonat

-27,4 % nominal zum Vorjahresmonat

Der Umsatz im Gastgewerbe fiel im Oktober 2020 gegenüber September 2020 nach Kalender- und Saisonbereinigung real (preisbereinigt) um 11,4 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 11,3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, lag der Umsatz real (kalender- und saisonbereinigt) 32,4 % unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Auch der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt die Auswirkungen der Krise deutlich: Gegenüber Oktober 2019 war der Gastgewerbeumsatz im Oktober 2020 real 31,0 % und nominal 27,4 % geringer. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im Vergleich zum Oktober 2019 real 37,5 % niedrigere Umsätze. In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber Oktober 2019 real um 27,0 %. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im Oktober 2020 um 34,1 % unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Europäische Daten zum Gastgewerbe

Ergebnisse zum Gastgewerbe in anderen Staaten der Europäischen Union (EU) finden Sie in der Eurostat-Datenbank. Im Moment liegen für die meisten EU-Staaten Daten bis einschließlich September 2020 vor.

Methodische Hinweise:

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen unabhängig. In der aktuellen Corona-Krise kann es durch die starken Rückgänge insbesondere im März/April 2020 und die sich seitdem langsam einstellende Erholung zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats-/Vorquartalsvergleich und Vorjahresvergleich kommen. Wichtig sind beide Betrachtungsweisen: Wie ist die konjunkturelle Entwicklung gemessen am Vormonats-/Vorquartalsvergleich, und wie weit ist der Aufholprozess im Vergleich zum Vorjahresniveau? Um zusätzlich einen direkten Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird bis auf Weiteres in allen Pressemitteilungen zu Konjunkturindikatoren, die kalender- und saisonbereinigt vorliegen, ein Vergleich zum Februar 2020 beziehungsweise zum 4. Quartal 2019 dargestellt.

Die Erhebung erfasst Unternehmen des Gastgewerbes mit einem Umsatz von mindestens 150 000 Euro pro Jahr. Das Statistische Bundesamt berücksichtigt verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen und aktualisiert deshalb laufend die ersten nachgewiesenen Ergebnisse.

Die Revisionstabellen geben Auskunft über die Auswirkungen der Aktualisierungen auf die Ergebnisse.

Die Ergebnisse der Gastgewerbestatistik können besonders in den Sommermonaten von denen der Tourismusstatistik abweichen, da zum Beispiel der Umsatz in den Beherbergungsunternehmen zeitlich nicht immer mit den Übernachtungen zusammenfällt. Auch methodische Unterschiede führen zu abweichenden Ergebnissen.

Weitere Informationen befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik und in den Qualitätsberichten zum Gastgewerbe und Tourismus.

Die Ergebnisse zum Gastgewerbeumsatz sind neben weiteren Indikatoren zur Einordnung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auch auf der Sonderseite “Corona-Statistiken” im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

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