Windkraft

Bei starkem Wind drehen sich die Rotorblätter einer Windkraftanlage schnell – für die Stromerzeugung ist das gut. Doch was passiert bei einem Sturm?

Oldenburg (dpa/lni) – Im Herbst wird es windiger, mitunter stürmt es kräftig. Ist das gut für die Windkraftanlagen? Können Energiekonzerne bei Sturm mehr Windstrom produzieren? Im Interview der Deutschen Presse-Agentur hat der Geschäftsführer der EWE Erneuerbare Energien GmbH, Georg Boie, diese Fragen beantwortet.

Frage: Sind Stürme gut für die Windkraft?

Antwort: Die Rechnung – mehr Wind gleich mehr Strom und noch mehr Wind gleich noch mehr Strom – geht nicht auf. Stürme oder extreme Starkwindereignisse sind in vielen Fällen nicht förderlich für die Erzeuger von Windenergie. Als Betreiber wünschen wir uns eher stetigen Wind mit einer Geschwindigkeit von zwölf Metern pro Sekunde. Das reicht in der Regel aus, damit die Anlage ihre Volllast und damit maximalen Ertrag erreicht. Auf der Beaufort-Skala entspricht das einer Windstärke sechs mit der offiziellen Bezeichnung «starker Wind». Zum Vergleich: Von einem Sturm spricht man erst ab Windstärke neun und rund 22 Metern pro Sekunde.

Frage: Wird bei einem Sturm mehr Strom erzeugt?

Antwort: Ja und nein. Ein lang anhaltender Sturm sorgt einerseits häufig dafür, dass die Anlagen mit voller Last laufen können – und das über einen längeren Zeitraum. Die Dauer des Sturms inklusive Anschwellen und Abschwellen macht dann letztlich den Mehrertrag aus – denn die volle Last erreichen die Anlagen ja schon bei geringeren Windgeschwindigkeiten. Jetzt komme ich aber zum Andererseits: Solche Stürme sorgen – vor allem nachts – häufig für zu viel Strom in den Netzen, so dass die Netzbetreiber regulierend eingreifen müssen. Dann wird die Anlage abgeschaltet. Für den Betreiber gibt es aufgrund der geltenden Abnahmeverpflichtung des Netzbetreibers meist trotzdem eine Vergütung, aber physikalisch wird in diesem Moment kein Strom erzeugt.

Frage: Braucht es vor Stürmen besondere Vorkehrungen?

Antwort: Nein, denn die Anlagen sind mit einer Art Schutzmechanismus ausgestattet, der übermäßige Belastungen oder Beschädigungen durch zu starken Winddruck verhindert. Die Anlagen werden dann aus dem Wind gedreht. Zuvor haben sich die Rotorblätter bereits mit einer leichten Drehbewegung an den stärker werdenden Wind angepasst, um weniger Angriffsfläche zu bieten und das Material zu schonen.

Frage: Gibt es für die Windräder Risiken durch Stürme?

Antwort: Für den Moment des Sturms eigentlich nicht, wenn sie regelmäßig gewartet werden, sich dementsprechend in einem guten Zustand befinden und über die genannten automatisierten Sicherungssysteme verfügen. Die Risiken ergeben sich eher langfristig für die Wirtschaftlichkeit, wenn Komponenten aufgrund von Verschleiß früher oder häufiger als gedacht getauscht werden müssen. Besonders schädlich sind vor diesem Hintergrund Stürme mit starken Böen, weil die Anlagen sich auf solche plötzlichen Windstöße nicht einstellen können.

ZUR PERSON: Georg Boie ist 38 Jahre alt und leitet das Unternehmen EWE Erneuerbare Energien, das Teil des Oldenburger Energiekonzerns EWE ist. Seit rund drei Jahrzehnten produziert EWE Strom aus Windkraft. Derzeit betreibt EWE Windkraftanlagen mit einer Leistung von 360 Megawatt an Land und 170 Megawatt auf See.

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