Ikea Deutschland

Wie der Focus berichtete, wurde eine blinde und schwerbehinderte Person in Köln aus einer Ikea-Filiale geworfen und erhielt eine Strafanzeige. Der Betreffende war von der Maskenpflicht ärztlich befreit und hatte einen Schwerbehindertenausweis und Pflegebegleitung dabei.

Während Focus berichtet, er wäre mit unverschämten Worten und „Empfehlungen“ rausgeworfen worden, beruft sich Ikea Deutschland laut Antwort auf Nachfrage von Stefan Raven News darauf, dass der Kunde sehr aggressiv aufgetreten sei und die Mitarbeiter schwer beleidigt habe. Daher sah man sich gezwungen, die Polizei zu rufen.

Eine Ikea-Sprecherin teilte zu dem Vorfall mit: „Vielen Dank für Ihre E-Mail. Um die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen, haben wir uns entschieden, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Besuch eines IKEA Einrichtungshauses für alle Kunden bis auf weiteres verpflichtend zu machen. Dies gilt, auch für den Fall, dass ein ärztliches Attest vorliegt. Um dies auch für Kunden mit vorliegendem Attest so angenehm wie möglich zu gestalten, akzeptieren wir auch Schal, Tuch oder Rollkragenpullover als Schutz. Überall bieten wir den betroffenen Kunden auch einen Schutzschild an. Auch gibt es die Möglichkeit, über einen Kontakt im Einrichtungshaus mit einem gewissen Vorlauf die Order des Kunden zusammenzustellen und kontaktlos zu übergeben.“

Im konkreten Fall bedeutet dies also, dass Ikea Deutschland sich nicht an Verordnungen der jeweiligen Landesregierungen hält. In denen sind in allen 16 Bundesländern Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Maskenschutz tragen dürfen, explizit von dieser Pflicht befreit. Die Befreiung erfolgt meistens ärztlich. Wenn also erkrankte Personen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen dürfen, weil dies gesundheitlich nicht zu verantworten wäre, wie kommt Ikea denn auf die Idee, dass diese Personen sich einen Rollkragenpullover oder Schal vor das Gesicht binden könnten. Diese Logik will uns nicht einleuchten. Ebenso stellen wir uns die Frage: Manche Läden bestehen zwecks Abstandhalten auf das Mitführen eines Einkaufswagens. Rollstuhlfahrer können einen solchen natürlich nicht führen. Würde man mit gleicher Argumentation Rollstuhlfahrer ausschließen?

Warum also setzt sich ein ausländischer Einzelhändler, der in Deutschland Waren anbietet, über die Entscheidungen der Landesregierungen hinweg und schließt Menschen aus gesundheitlichen Gründen aus der uneingeschränkten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben aus. Die vielen Fragen, die zur sogenannten Corona-Pandemie noch offen sind und insbesondere die Unklarheiten bzgl. der ständig wechselnden Begründung für das Maskentragen lassen jedenfalls unserer Meinung nach keinen wissenschaftlichen und somit auch keinen rechtlichen Rückschluss zu. Vielmehr erinnert dieses Vorgehen an den Judenboykott aus der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Auch hier handelten die Menschen aufgrund von staatlicher Anordnung und darauf aufbauend darüber hinaus und auch hier wurden Menschen aus Angst und Hass diskriminiert.

Wir als Redaktion von Stefan Raven News distanzieren uns daher ganz klar von so einem Vorgehen und empfehlen unseren Lesern Ikea Deutschland künftig zu meiden und auf qualitativ hochwertigere und oftmals auch kostengünstigere Möbel- und Einrichtungshäuser zurückzugreifen. Frei nach dem antifaschistischem Motto, welchem wir uns verschreiben: Wehret den Anfängen.

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