Pflegekraft

Die KfW veröffentlichte heute in einer Pressemitteilung die Zahlen des sogenannten KfW-ifo-Fachkräftebarometers. Darin wird beklagt, dass trotz P(l)andemie und Ukraine-Krieg der Fachkräftemangel in Deutschland weiter zugenommen hätte. Eine Mär, mit der endlich Schluss sein muss.

Immer wieder wird in Deutschland der vermeintliche Fachkräftemangel erwähnt, um das eine oder andere Interesse bestimmter – vor allem ideologisch geprägter – politischer Kreise zu erfüllen, bzw. teilweise gar zu „entschuldigen“. Doch dem ist bei weitem nicht so, wie wir schon in zahlreichen Berichten dargelegt haben.

Auch philippinische Pflegekräfte, die nach Deutschland kamen, haben teilweise hier schon die Arbeit niedergelegt, weil die vorgefundenen Arbeitsbedingungen katastrophal seien. Laut KfW sei auch im verarbeitenden Gewerbe der Mangel an Fachkräften so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Eine Lüge.

Wenn man z. B. an Arbeitsbedingungen wie im Berliner Unternehmen Freudenberg in Adlershof denkt, wo es keinen wöchentlichen 7-Tage-Turnus, sondern einen 9-Tageturnus gibt, an welchem man Früh-, Spät- und Nachtschicht durchläuft, dann wundert es nicht, dass die im chronisch unterbesetzten Unternehmen beworbenen Studenten trotz überdurchschnittlich guter Bezahlung eine Anstellung ablehnen.

Immer wieder wird der nicht existente Fachkräftemangel auch genutzt, um für Migration zu werben, so auch laut einer neuen Befragung der KfW Research, wonach die Hälfte der 18-67jährigen in Deutschland für mehr Fachkräftezuwanderung wären. Eine Lüge.

Neben den vorgefundenen Arbeitsbedingungen gibt es ein ganz zentrales Problem für den Fachkräftemangel. Das ist vor allem die Bezahlung. Immer mehr Unternehmen sind nicht bereit, Fachkräfte angemessen zu bezahlen. Da fällt einem vor allem das ebenfalls in Berlin ansässige Unternehmen Infosys Ltd. ein. Eine indische Firma, der man laut Insiderinformationen erzählt hätte, man könne in Berlin mit IT-Services für geringes Gehalt der Mitarbeiter gutes Geld verdienen. Laut aktuellen Mitarbeiteraussagen steht das Unternehmen jedoch kurz davor, die Türen in Berlin wieder zu schließen. Wenn das die Resultate von Unternehmensbefragungen sind, dann sollte hier klar attestiert werden, dass die KfW entweder nicht in der Realität lebt oder offenbar selbst einen Fachkräftemangel hat.

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