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Zum drohenden wirtschaftlichen Aus der Fernbusse in Deutschland erklärt Mike Moncsek, Mitglied im Verkehrsausschuss und Berichterstatter für den ÖPNV:

„Die große Nachfrage nach Fernbus-Angeboten über die Feiertage zeigt die Bedeutung dieses Verkehrsträgers für Deutschland. Er ist eine wichtige Alternative und Ergänzung zum Schienenfernverkehr. Für rund 90 Gemeinden in Deutschland ohne Bahnanschluss ist der Fernbus die einzige Fernverkehrsalternative.

Mit seiner konzeptionslosen Einführung des geplanten 49-Euro-Deutschlandtickets gefährdet Verkehrsminister Wissing nunmehr die Zukunft des Fernbusses, für dessen Zulassung einst die FDP gekämpft hat. Dieses geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (Drucksachen 20/4283 und 20/4835) hervor. Zurzeit ist weder eine Einbeziehung des Fernbusverkehrs in das Deutschlandticket vorgesehen, noch sind die rechtlichen Voraussetzungen dafür mit der EU abgestimmt.

Die AfD-Fraktion kritisiert hierbei nicht die Höhe des geplanten Ticket-Preises, sondern eine vorschnell verkündete bundesweite Nutzungsmöglichkeit des Deutschlandtickets. Aus der Antwort der Bundesregierung geht auch hervor, dass der Bundesverkehrsminister sich bereits anderthalb Monate vor Beendigung der Testphase des 9-Euro-Tickets auf eine Nachfolgeregelung festgelegt hatte. Er tat dies offenbar, ohne sich über die Folgen klar zu werden: Das Deutschlandticket wird zu einem hoch subventionierten dauerhaften Fernverkehrsangebot zu einem Pauschalpreis und wird eigenwirtschaftliche Angebote vom Markt verdrängen.

Eine Lösung zur Rettung des Fernbusses könnte darin bestehen, für das Deutschlandticket fünf oder sechs sich überlappende Tarifregionen einzuführen. Dieses sollte auch deshalb geprüft werden, da auch die ICE/IC-Angebote rund zehn Prozent ihrer Kunden verloren haben. Die Einnahmeverluste wird die DB durch Fahrpreiserhöhungen ausgleichen müssen. Die Kunden werden somit über höhere ICE-Fahrscheinpreise die Folgen unbedachter Konzepte tragen müssen.  

Die AfD-Bundestagsfraktion wird beantragen, dass sich der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags Anfang 2023 dringend mit dem drohende Aus des Fernbusses beschäftigt.“

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