BerlinBauerndemo in Berlin.

Mit einer gemeinsamen Initiative möchten LSV Deutschland und FREIE BAUERN die Bundesregierung zu Zugeständnissen bewegen. In einem Zehn-Punkte-Katalog fordern beide Organisationen, die die Bauernproteste nach wie vor im ganzen Land fortsetzen, konkrete Verbesserungen für den Berufsstand, um den landwirtschaftlichen Betrieben künftig mehr Wertschöpfung zu ermöglichen, etwa die Entflechtung der Monopole in Lebensmitteleinzelhandel und Lebensmittelindustrie, den Abbruch der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und Chile, das Auslaufen der Zollfreiheit für ukrainische Agrarprodukte und eine für den Verbraucher transparente Herkunftskennzeichnung auf allen Lebensmitteln. „Die Steuererhöhung beim Agrardiesel war nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, jetzt machen wir das Fass auf“, sagte Uta von Schmidt-Kühl von LSV Deutschland. „Unsere Forderungen kosten kein Steuergeld, aber wir verlangen konkrete Zusagen, schwammige Ankündigungen hören wir schon lange genug“, sagte Frerk Arfsten von den FREIEN BAUERN.

Zu einem Höhepunkt der Aktionen kommt es am Mittwoch, dem 7. Februar, wenn Milchbauer Werner Koslowski nach fast 3000 Kilometern mit dem Traktor, in deren Verlauf er die Forderungen an zwölf Landtagen übergeben und unter anderem mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber darüber gesprochen hat, die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover ansteuert. In seiner Heimat erwarten ihn zahlreiche Berufskollegen, Sprecher von LSV Deutschland und FREIEN BAUERN sowie Politiker zu einer großen Kundgebung um 14 Uhr vor dem Landtag (Platz der Göttinger Sieben, Hannover). „Die Politik muss endlich handeln“, so Arfsten: „Mehr Wertschöpfung für unsere Betriebe geht nur, wenn wir den Preisdruck durch Monopole und Importe brechen.“ Bis die Bundesregierung ein konkretes Agrarpaket zugunsten der heimischen Landwirtschaft beschließt, gehen die Proteste weiter, kündigt von Schmidt-Kühl an: „Wir verbeißen uns nicht am Agrardiesel, aber ohne Ergebnisse hören wir nicht auf.“

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