KontoKonto

Wiesbaden (ots) – Die Bank- oder Sparkassengebühren sind in den letzten Jahren überdurchschnittlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im Oktober 2020 für das private Girokonto 6,4 % mehr als ein Jahr zuvor bezahlen. Die Verbraucherpreise insgesamt entwickelten sich im Jahr 2020 hingegen vergleichsweise moderat. Seit Juli 2020 wurden sogar Inflationsraten um die Null-Prozent ermittelt, vor allem infolge der Senkung der Mehrwertsteuersätze. Im Oktober 2020 lag die Inflationsrate bei -0,2 %.

Bereits im Jahr 2019 stiegen die Preise für Bank- oder Sparkassendienstleistungen deutlich: Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Anstieg um 4,7 %. Der Verbraucherpreisindex insgesamt erhöhte sich im selben Zeitraum nur um 1,4 %. Auch mittel- und langfristig ist die Preisentwicklung für die private Kontoführung auffällig: Nachdem die Preise von 2010 bis 2014 vor allem aufgrund weggefallener Bearbeitungsgebühren für Privatkredite um 27,9 % kräftig gefallen waren, stiegen sie seit 2015 kontinuierlich an. Von 2015 bis 2019 summierten sich die Preissteigerungen auf insgesamt 25 %. Eine Ursache für diese starken Preissteigerungen waren vermutlich fehlende Einnahmen der Banken aus Einlagen, Geldanlageprodukten und Darlehen. Konnte das Privatkundengeschäft in der Vergangenheit mit diesen Einkünften quersubventioniert werden, müssen die Kosten für Filialnetz, Infrastruktur und Personal nun auch über Kontoführungsgebühren finanziert werden.

Durch das Zusammenspiel dieser beiden Effekte relativiert sich der Preisanstieg für Bank- oder Sparkassengebühren über einen längeren Zeitraum betrachtet jedoch wieder. Gegenüber 2010 sind die Preise im Jahr 2019 um 8,2 % gefallen.

Methodischer Hinweis:

Die ausgewiesene Preisentwicklung berücksichtigt verschiedene Kontoführungsgebühren wie Grundgebühren, Überweisungen, Daueraufträge, Barabhebungen, Kreditkarten, Kontoauszüge und Ähnliches. Darüber hinaus werden die Preise für den privaten Wertpapierhandel und das private Wertpapierdepot beobachtet.

Newsletteranmeldung

Werbung

Artikel-Ende


Auf deine Mithilfe kommt es an!

Obwohl nur ein einziger Journalist mit der gelegentlichen Unterstützung zahlreicher ebenfalls freiberuflicher Kollegen und Ehrenamtler hat Stefan Raven News seit 2020 immer wieder Dinge aufgedeckt, die andere Medien erst später berichteten. Leider sehen es diese Medien nicht als angebracht an, den Erstberichterstatter (uns/mich) zu nennen, wie es im Journalismus Gang und Gebe ist. Einige haben uns sogar schon gelegentlich die Stories im wahrsten Sinne des Wortes geklaut. Das ist kein netter Umgang zwischen Kollegen.

Auf der anderen Seite werde ich auch immer wieder von politischen Extremisten angezeigt. Die Vorwürfe nennt man mir noch nicht einmal. Die Anzeigen stellen sich nach zwei Monaten von alleine ein. Es scheint hier vermutlich darum zu gehen, unliebsame Berichterstatter wegen ihrer hohen Trefferquote an Aufdeckungen einzuschüchtern. Funktioniert leider nicht, da weder ich, noch meine Kollegen uns jemals etwas zu schulden kommen lassen. Um ehrlich zu sein, motiviert uns dieses sogar noch, noch weiter zu bohren, noch mehr nachzuhaken und erst Recht über bestimmte Themen zu schreiben.

Diese Arbeit ist nur mit deiner Unterstützung möglich!

Helfe mit und stärke kritischen, unabhängigen Journalismus, der keine Rundfunkbeiträge oder Steuergelder bekommt, und keinen Milliardär als Finanzier hat. Als Journalist bin ich nur der Wahrheit und der Wissenschaft verpflichtet. Doch daher bin ich auch auf die freiwillige Unterstützung meiner Leser angewiesen.

Herzlichen Dank im voraus!

Per PayPal. 

Alternativ via Banküberweisung, IBAN: BE02 9741 0271 6040 BIC: PESOBEB1 (Kontoinhaber: Stefan Michels)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert