Arbeit

Köln (ots/Raven) In Belgien wurde die Vier-Tage-Woche bei gleicher Arbeitszeit beschlossen. Arbeitnehmer können ihre Wochenarbeitszeit künftig flexibel an vier oder fünf Tagen in der Woche verrichten. Die Gesamtarbeitszeit ändert sich dadurch aber nicht, d. h. ein Vollzeitarbeitnehmer mit einer 40-Stunden-Woche könnte beispielsweise an 4 Tagen 10 Stunden statt an 5 Tagen 8 Stunden arbeiten. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv fänden es 71 Prozent der befragten Bundesbürger – und auch 71 Prozent der Erwerbstätigen – gut, wenn Deutschland dieses Modell übernehmen würde. 22 Prozent fänden diese Möglichkeit nicht gut. Auf Zustimmung stößt das „Belgische Modell“ vor allem bei den 30- bis 44-Jährigen (81%) und den Befragten mit höherem Bildungsabschluss (Abitur, Studium: 75%).

„Ich muss ganz ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob Menschen regelmäßig über 10 Stunden hinweg gearbeitet haben, die solche Aussagen treffen“, sagt Chef-Redakteur Stefan Raven, der selbst einmal in einer Fabrik tätig war, wo Überstunden an der Tagesordnung waren. „Was bringt einem ein zusätzlicher freier Tag, wenn man diesen verschläft“, fragt der Journalist, der in einem Lübecker Arbeiterviertel großgeworden ist. Und damit hat er nicht ganz Unrecht.

Viele Menschen sind laut Umfragen – vor allem ab einen Alter von Mitte 40 – schon mit 8 Stunden pro Tag bedient. Ebenfalls wird bei dieser Theorie übersehen, dass hier wieder 2 Stunden pro Tag wegfallen, die man mit der Familie verbringen kann. Daher halten wir ein Ergebnis von 81 % für unglaubwürdig und eine Fakemeldung des regierungsnahen und somit sozialistischen Formats RTL. Natürlich sind das Liberale, also Linke, die das in Belgien umgesetzt haben. Der Regierungschef wurde übrigens kurz nach Amtsantritt gebeten, die belgische Nationalhymne zu singen. Er sang die Französische.

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