Apotheke

Berlin: (hib/PK)Mit der finanziellen Schieflage und Insolvenz der Apotheken-Abrechnungsfirma AvP hat sich der Gesundheitsausschuss des Bundestags schwerpunktmäßig befasst. Zu Wort kamen am Mittwoch Spitzenvertreter aus dem Bundesfinanz- und Wirtschaftsministerium sowie der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Friedemann Schmidt, der vorläufige Insolvenzverwalter Jan-Philipp Hoos und der Sonderbeauftragte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Ralf Bauer.

Die Firma AvP hat als Dienstleister für Apotheken die Rezepte mit den Krankenkassen abgerechnet. Viele Apotheken haben zuletzt keine Zahlungen von AvP mehr bekommen, ihnen droht nun ein finanzieller Engpass, womöglich sogar die Insolvenz.

Betroffen von den ausgebliebenen Auszahlungen der AvP sind nach Aussage von Hoos knapp 3.000 Apotheken, viele davon in Ostdeutschland. Schmidt sagte, es gehe um die August-Umsätze, im Schnitt fehlten den Apotheken rund 150.000 Euro. Gefordert werden finanzielle Hilfen für die betroffenen Apotheken.

Wie es genau zu der Schieflage bei AvP kommen konnte, wird noch ermittelt. Im Raum steht der Vorwurf von Luftbuchungen und unzureichenden Testaten der Wirtschaftsprüfer. Der Gesundheitsausschuss will sich weiter intensiv mit dem Thema befassen.

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