Silvester

Wiesbaden (ots)

– Von Januar bis September 2020 wurden 30 700 Tonnen Feuerwerkskörper im Wert von 75,6 Millionen Euro importiert

– Nach einem Rekordwert im Jahr 2018 sank die Menge an importierten Feuerwerkskörpern im vergangenen Jahr

Um größere Ansammlungen zu vermeiden und Krankenhäuser sowie deren Personal zu entlasten, soll das Silvesterfeuerwerk eingeschränkt werden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden dieses Jahr von Januar bis September bereits 30 700 Tonnen Feuerwerkskörper im Wert von 75,6 Millionen Euro nach Deutschland importiert. Das waren etwas mehr (+3 %) als im Vorjahrszeitraum: Von Januar bis September 2019 wurden 29 800 Tonnen im Wert von 77,3 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt.

Bereits 2019 war es zum Jahreswechsel in einigen Großstädten stiller als in den Jahren zuvor – lokale Feuerwerksverbote waren damals vor dem Hintergrund des Klimawandels und erhöhter Feinstaubbelastung in den Innenstädten ausgesprochen worden. Im gesamten Jahr 2019 wurden fast 42 200 Tonnen Feuerwerkskörper im Wert von 108,4 Millionen Euro nach Deutschland importiert, fast 5 200 Tonnen weniger als im Vorjahr (-11 %). 2018 hatte die Importmenge einen Rekordwert von fast 47 400 Tonnen erreicht.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres und auch im vergangenen Jahr kamen fast alle nach Deutschland eingeführten Feuerwerkskörper aus der Volksrepublik China. 2019 lag der Anteil an allen Importen bei 97 %. Die chinesischen Feuerwerkskörper machten in den vergangenen zwanzig Jahren durchgängig mehr als 90 % an den insgesamt eingeführten Feuerwerkskörpern aus.

Exportmenge von Januar bis September 2020 liegt 90 % über der des Vorjahreszeitraums

Die Mengen an ausgeführten Feuerwerkskörper liegen traditionell deutlich unter den Importen. 2019 wurden 4 400 Tonnen im Wert von über 15,9 Millionen Euro exportiert, und damit weniger als im Vorjahr: 2018 waren es 5 300 Tonnen im Wert von 19,6 Millionen Euro. Aktuelle Monatszahlen zeigen jedoch einen deutlichen Anstieg: Die Exportmenge von Januar bis September 2020 (3 800 Tonnen) stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 90 %. Die meisten Exporte (über 80 %) gingen in die Niederlande. Das Nachbarland hatte kürzlich ein vollständiges Verbot für den Handel und die Nutzung von Feuerwerkskörpern für den anstehenden Jahreswechsel beschlossen.

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