BER

Berlin: (hib/HAU/Raven) – Am Hauptstadtflughafen BER sind nach Auskunft der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, um die Ausgaben vor dem Hintergrund des Rückgangs im Passagiergeschäft wegen der “Corona-Pandemie” so weit wie möglich zu reduzieren. Im Jahr 2020 hätten dadurch etwa 20 Prozent des Betriebsaufwandes – rund 85 Millionen Euro – eingespart werden können, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (19/28114) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/27403).

Einsparungen seien beispielsweise durch die vorläufige Nicht-Inbetriebnahme des Terminals 2, die vorübergehende Schließung des Terminals 5 sowie die Aussetzung der Nutzung der südlichen Start- und Landebahn erzielt worden. Zudem befinde sich ein Großteil der Belegschaft in Kurzarbeit. Im Rahmen des Sanierungskonzepts plane die FBB zudem einen sozialverträglichen Abbau von mehr als 400 Stellen über die nächsten Jahre. “Nach Auskunft der FBB soll bis 2025 die gesamte Investitionstätigkeit im Wert von vormals geplanten 500 Millionen Euro auf ein den Betrieb sicherndes Mindestmaß von hundert Millionen Euro reduziert werden”, heißt es in der Antwort.

Anhand dieser Meldung kommen uns Fragen auf, die sich beim Lesen der Antwort der Bundesregierung bestätigten. In der Frage Nr. 3 der FDP Fraktion verweist die Bundesregierung auf einen Masterplan, von dem sie in der nächsten Antwort aber schreibt, dass dieser zurückgestellt wird. Zu den corona-bedingten Fragestellungen Nr. 1 und 2 teilt die Bundesregierung mit, dass bis 2025 ein sozialverträglicher Abbau von 400 Stellen stattfinden soll – Verweis hierzu auf die Aussage von Peter Altmaier, wonach kein Arbeitsplatz durch Corona verloren gehen soll (aktuell über 1 Million, inkl. über 100.000 Selbstständige). Die Bundesrepublik Deutschland ist mi 26 % Gesellschafterin des Hauptstadtflughafens. Da sich die Anfrage explizit auf corona-bedingte Einsparungen am BER bezog, ist die Antwort der Bundesregierung hier so zu verstehen, dass diese von einer “Corona-Pandemie” bis mindestens 2025 ausgeht und keinen Neustart der Wirtschaft – hier am BER – plant.

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