Fliegender Hamburger

Die Bahnverbindung Berlin-Hamburg ist eine der meistgenutzten Strecken in Deutschland. Nachdem diese Strecke lange Zeit durch Baustellen beeinträchtigt wurde, ist diese seit einigen Tagen wieder frei. Die Bahn wirbt damit, dass eine Fahrt zwischen den beiden größten deutschen Städten jetzt wieder unter zwei Stunden möglich sei. Doch dabei stellen wir fest, dass die Bahn auf dieser Strecke nur unwesentlich „schneller“ ist als der erste dieselbetriebene Zug von 1933 auf dieser Linie.

Bild: Bundesarchiv, Bild 102-14151 / CC-BY-SA 3.0

60 Züge verkehren dort täglich und befördern ca. 17.000 Fahrgäste. 100 Millionen kostete die Sanierung zwischen Spandau und Büchen. Jetzt ist die Strecke fertig, doch die Fahrt dauert nur wenige Minuten kürzer als dies 1933 der Fall war. Denn am 15. Mai 1933 raste der „Fliegende Hamburger“ erstmals in 2 Stunden und 18 Minuten von Berlin nach Hamburg. Lange Zeit war auch der später erbaute ICE gegen ihn chancenlos.

Dabei könnte die Deutsche Bahn schneller. Der InterCityExperimental (ICE/V) ist mit 406 möglichen km/h der aktuell siebschnellste Zug der Welt. Auf Platz 3 der schnellsten Züge und gleichzeit der schnellste Zug auf Rädern ist der TGV V150 der französischen Bahngesellschaft SNCF. Dieser bringt es auf satte 574 km/h. Der schnellste Zug der Welt ist der Shinkansen LO mit 603 km/h. Es ist also noch deutlich Luft nach oben, liebe Deutsche Bahn. Wann dürfen wir in der Schienenentwicklung wieder an alte Leistungen anknüpfen?

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