Lebensmittel

Das Magazin Öko-Test hat in seiner aktuellen Septemberausgabe einen Bericht über die Mineralölbelastung in den Lebensmitteln veröffentlicht. Es gäbe zwar Grenzwerte für MOAH, aber gerade die anderen Bestandteile (etwa MOSH) währen es, die die größten Verunreinigungen in unserem Körper anstellen würden. Gesund ist jedenfalls alles nicht.

Die EU hat Grenzwerte für aromatischen Mineralölkohlenwasserstoff (MOAH) erlassen, welche das Magazin aber für viel zu hoch ansieht, denn für krebserregende Stoffe gäbe es keine sicheren Mengen. Und für gesättigte Kohlenwasserstoffe (MOSH) gibt es gar keine Reglementierungen. Und das ist ein Problem. Denn zahlreiche Lebensmittel sind laut Recherche des Magazins mit Mineralöl verunreinigt, einige Kosmetika, wie z. B. Vaseline, bestehen sogar daraus.

Die Verunreinigungen können je nach Produkt schon bei der Ernte entstehen, bei der Verpackung, der Verarbeitung und/oder der Produktion. So hätten Wissenschaftler 2014 festgestellt, dass dies für die größten Verunreinigungen im menschlichen Körper verantwortlich sei. MOSH setzt sich im menschlichen Fettgewebe, Lymphknoten, Leber, Milz und Lunge ab. Einen Teil des aufgenommenen Kohlenwasserstoffe scheidet der Körper nicht wieder aus, so der Chemiker Koni Grob. 5 Gramm sollen bei mittelalten Menschen schon im Körper verblieben sein.

Koni Grob hat 1987 als erster Chemiker mit Mineralöl verunreinigte Haselnüsse. 30 Jahre dauerte es, bis die EU zumindest 2022 Grenzwerte für MOAH beschließt. Immerhin. Aber von einer gesunden Ernährung ist man immer noch das Gros des Weges entfernt.

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