Klimalüge

Wenn es ums Klima geht, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Immer wieder sehen wir auf Aufdrucken, dass Firmen angeblich klimaneutral sein sollen. Doch das stimmt gar nicht. Die Wahrheit kommt mittlerweile trotz einer starken Lobby in den transatlantischen Medien, aber auch bei deutschen Gerichten an – zumindest teilweise.

Immer wieder fällt der Blick mitten bei der Zustellverfolgung von DHL auf den Vermerk „GoGreen“. Dabei sind dann Sätze zu finden, wie: „Ihre Sendung wird gerade CO2-frei zugestellt.“ Geliefert wird das Paket zwar mit einem Diesel-betriebenen Lieferwagen, aber CO2-frei soll die Zustellung sein, weil das Unternehmen sogenannte Zertifikate käuflich erwirbt, womit an anderer Stelle in der Welt CO2 eingespart wird. Beispielsweise wird ein Waldstück gekauft, welches dann entgegen der vorherigen Planung doch nicht gefällt wird. So das Prinzip. Doch scheitert es schon allein an dieser Idee. Denn ein Klima erstreckt sich über Regionen und wenn in einer Region das Klima (angeblich laut Theorie) verschmutzt wird, ändert ein ideologisches Projekt an anderer Stelle nichts daran.

Doch damit nicht genug. Zeitrecherchen legen nahe, dass ca. 90 % dieser vermeintlichen Zertifikate nutzlos sind. Verra ist z. B. ein Anbieter, welcher von Schwabs WEF gegründet wurde und sozusagen „Marktführer“ (75 % Marktanteil) ist. Ablasshandel hatte schon damals gut funktioniert, wie wir sehen, läuft das Modell also immer noch. Und wie Recherchen der Zeit, des Guardian und des britischen Recherchepools Source Material zeigen, wurden über Jahre CO₂-Zertifikate verkauft, die es gar nicht hätte geben dürfen. In zahlreichen Waldschutzprojekten wurde das Kompensationspotential offenbar systematisch überbewertet. Das liegt daran, dass die Regeln des Anbieters dies zulassen und die Aufsicht versagt.

Bereits zuvor hatte es in diesem Kontext Zweifel an einzelnen Waldschutzprojekten gegeben. In zwei Studien hatten Forschungsteams 29 der 87 Waldschutzprojekte untersucht, die von Verra zertifiziert sind. Die Ergebnisse legen nahe, dass 90 Prozent der Zertifikate wertlos sind. Auf dem Markt wurden demnach 89 Millionen Tonnen CO₂ als „Geisterzertifikate“ gehandelt. Dieser Befund bezieht sich allerdings nur auf ein Drittel der untersuchten Projekte, die Dunkelziffer dürfte entsprechend höher liegen.

Das Prinzip von Waldschutzprojekten ist einfach: Intakte Wälder ziehen Kohlendioxid aus der Luft und speichern es. Das gebundene Kohlendioxid trägt nicht mehr zum Klimawandel bei. Damit die Projekte funktionieren, müssen die Wälder allerdings über viele Jahre intakt bleiben. Bäume können jedoch bei Stürmen oder Bränden zerstört oder auch abgeholzt werden. Ein auf Waldschutzprojektion basierender Emissionshandel birgt also ein Risiko – und Raum für Spekulationen.

Wegen derartiger Unsicherheiten hatte die UN bereits 1997 im Kyoto-Protokoll beschlossen, den Schutz von Wäldern nicht in ihr staatliches Kompensationsprogramm aufzunehmen. Mit entsprechenden Programmen wurde Industrienationen ermöglicht, ihren CO₂-Ausstoß über Projekte in Drittländern zu kompensieren. Auch in weiteren Programmen wurden entsprechende Projekte ausgeschlossen, stattdessen legte man den Fokus auf erneuerbare Energie und Baumpflanzungen, nicht jedoch auf den Schutz bestehender Wälder. Dies sah man als zu riskant an.

Konzernvertreter sahen dies jedoch anders und etablierten 2006 ihren eigenen Standard, der einige Jahre später zum Marktführer auf dem freiwilligen Markt werden sollte. Unter den Gründern finden sich bekannte Namen wie das berüchtigte Weltwirtschaftsforum (WEF) und die „Climate Group“, ein globaler Zusammenschluss von Politikern und Unternehmen wie BP, Starbucks und Allianz. Ebenso vertreten sind der internationale Wirtschaftsrat WBCSD und die IETA, der größte Lobbyverband des Emissionshandels, zu der auch die Deutsche Bank und RWE zählten.

Doch auch deutsche Richter lassen sich nicht maßlos bzgl. der Klimapropaganda auf der Nase herumtanzen. Ums Großgedruckte und die Frage, wann ein Produkt als „klimaneutral“ beworben werden darf, ging es in einer Auseinandersetzung vor dem Landgericht Stuttgart, die der Putzmittelhersteller Werner & Mertz angestrengt hatte. Die Mainzer, die vor allem für ihre Marke Frosch bekannt sind, haben gewonnen. Das Gericht schloss sich ihrer Kritik an und untersagte dem ebenfalls aus Mainz stammenden Unternehmen Hygreen, einen Essigreiniger als „klimaneutral“ zu bewerben.

Dafür führten die Richter zwei Begründungen an: Zum einen hätte sich die Berechnung der Herstellers als lückenhaft erwiesen, die Emissionen, die bei der Entsorgung entstehen, seien nicht eingerechnet und so auch nicht ausgeglichen worden. Zum anderen kauft Hygreen zum Ausgleich CO2-Zertifikate, aber das genügt nach Ansicht des Gerichts nicht, um ein Produkt als klimaneutral anzupreisen: „Die Werbung mit Klimaneutralität ohne Hinweis darauf, dass diese ausschließlich durch Kompensationsmaßnahmen erfolgt, ist irreführend.“ Die Verbraucher, die anderes annähmen, müssten darauf hingewiesen werden.

Für Reinhard Schneider, den geschäftsführenden Gesellschafter von Werner & Mertz, ist das Urteil eine Bestätigung in seinem Kampf gegen das sogenannte Greenwashing, das er bei großen wie kleinen Herstellern regelmäßig moniert. Vor dem Landgericht Frankfurt hatte er im vergangenen Jahr zwei ähnlich lautende Urteile erstritten, auch hier untersagte das Gericht den betroffenen Herstellern, ihr Produkt beziehungsweise das gesamte Unternehmen ohne erkennbare Einschränkungen als klimaneutral zu bewerben. Nach diesen Urteilen, so Schneider, könnten die Hersteller die „unschönen Wahrheiten“ nicht mehr im Kleingedruckten verstecken.

Die Leser von Stefan Raven News wissen, dass einzig Windkraft und zum Teil Solarkraft dazu in der Lage ist, das Klima zu beeinflussen, bzw. die Temperatur regional zu erhöhen. Grund ist die Versiegelung von Flächen, die dafür benötigte Abholzung von Wäldern und mangelnde Versickerungsmöglichkeiten von Regenfällen. Bei den oben genannten PR-Maßnahmen haben die Unternehmen durch Blendung der Verbraucher einen Wettbewerbsvorteil oder Bonus, bekommen aber auch von Steuergeldern und NGOs Subventionen und Unterstützungen, wodurch sich der finanzielle Aufwand in Grenzen hält. Dafür haben die NGOs und Energiekonzerne das Klima und CO2 allgegenwärtig und es wird nicht hinterfragt und geglaubt. Eine Psychologie der Massen…

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