Impfung

Seit Tagen gehen in sozialen Medien Berichte viral, wonach Menschen nach Erhalt einer Covid-19-Impfung sterben. Schnell wird von allen Seiten gleich klargestellt, dass kein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen einer Impfung und dem jeweiligen Todesfall steht. Schuld seien vor allem Vorerkrankungen der hochbetagten Personen. Doch welches Lügenspiel Tagesschau & Co. hier spielen, zeigen wir an einem Beispiel.

So kam damals schnell die Streitfrage auf, ob die Menschen mit oder an Corona sterben. So teilte z. B. Pathologe Prof. Dr. Püschel in der ersten Jahreshälfte mit, in Hamburg sei niemand ohne Vorerkrankung an Corona gestorben. Dieser Pathologe stand kurz vor dem Ruhestand und hatte karriere- oder disziplinartechnisch nichts zu verlieren. So überrascht es nicht, dass ausgerechnet dieser zu jenem Ergebnis kommt. Ganz klar abzugrenzen ist hier eine Verfälschung seiner Aussage in: „In Hamburg ist niemand an Corona gestorben.“ Ob dem so ist oder nicht, darüber kann man sich streiten, aber Prof. Dr. Püschel hat entgegen Behauptungen in sozialen Medien diese Aussage nie getätigt. Trotzdem widerspricht ihm hier die Vereinigung „Lungenärzte im Netz“. Diese behaupten, dass ca. 90 % der Menschen an Corona und nicht an Vorerkrankungen gestorben seien. Inwiefern jetzt aber ein Zusammenspiel von Vorerkrankungen und Corona besteht oder wie viele Menschen ohne Vorerkrankungen gestorben sind, darüber schweigt sich die Lungenarztvereinigung aus.

Doch wer steckt hinter dieser Vereinigung? Recherchen durch die Impressen verschiedener Webseiten führte zu „Monks – Ärzte im Netz GmbH“. Doch mit Ärzten hat dies reichlich wenig zu tun. So ist auf der Seite selbst beschrieben, dass sich das Team aus einem „naturwissenschaftlichen Redaktionsteam, Grafikern, 3D-Animationsspezialisten und Homepage-Administratoren“ zusammensetzt. Wir reden hier also über eine rein redaktionelle Webseite, die aber nicht alleine dasteht. So betreibt diese Redaktion mit weniger als 50 Angestellten Webseiten wie Anästhesisten im Netz, Frauenärzte im Netz, HNO-Ärzte im Netz, etc. Und bei all diesen Seiten erkennt der neugierige Leser erst auf dem dritten Blick, dass es sich um eine redaktionelle Seite, welche von Journalisten betrieben wird, handelt, nicht aber um eine ärztliche Seite, wie es den Anschein erweckt.

Leitende Redakteurin ist die Biologin Anja Gröner, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Ehefrau von Multimillionär Christoph Gröner. Unter dem Anschein, dass es sich auf dem ersten Blick um Ärzte-Webseiten handelt, hat sich Frau Gröner in den letzten 15 Jahren damit eine beachtliche Reichweite aufgebaut, die mit den großen Medien fast schon mithalten kann. Die berufen sich auf die Inhalte von Gröners Seite, allem Anschein nach auch davon ausgehend, dass diese Webseiten von Ärzten herausgegeben werden. So finden sich auch die Artikel zu den Toten bzgl. Corona in den Mainstreammedien fast ausschließlich auf Grundlage der der Schreibfeder von Frau Gröner. Gefördert werden die Webseiten von Frau Gröner und Kollegen von entsprechenden Bundesverbänden, die einen seriösen Eindruck erwecken, jedoch den Zusatz eingetragener Verein tragen. Es handelt sich dabei nicht um Ärztekammern oder Ähnlichen, sondern um frei gegründete Vereine.

Fraglich ist auch immer, warum überwiegend Ärzte in den Artikeln von Frau Gröner zum Wort kommen, die in diesen Vereinen Mitglied sind. „Freie“ Ärzte kommen auch bis gar nicht zu Wort. Trotzdem stützen sich geschätzt 80 % der Verweise der Mainstreammedienartikel zum Thema Corona auf die Seiten von Monks.

So überrascht es auch nicht, dass die Tagesschau am heutigen 3. Januar 2021 titelt „Termin-Hotline offenbar überlastet„. Die Hotline 116117, welche bundesweit für die Vergabe von Arztterminen zuständig ist, ist in einzelnen Bundesländern auch für die Vergabe von Impfterminen zuständig (in Berlin zum Beispiel nicht). Es wird medial implizit so dargestellt, als wenn der hohe Andrang wegen Impfterminen dafür verantwortlich sei. Eine kurze Netzrecherche ergab, dass die Ursache für die Wartezeiten von bis zu 10 Minuten jedoch technische Probleme seien. Ein Insider teilte mir mit, dass die beauftragten Call-Center gerne Geld sparen möchten und wenig Personal einsetzen. Weiter sind viele Mitarbeiter in diesen Hotline-Agenturen im HomeOffice, seitdem steigt die Wartezeit kontinuierlich an. Ein Zusammenhang mit einem suggerierten Impfansturm ist somit nicht richtig.

Weiter berichtet der Business Insider, dass sich die Todesfälle nach den Impfungen nicht für Impfgegner eignen. Dort wird allerdings schon geframed, indem von Impfgegner gesprochen wird. Doch handelt es sich unserer Erfahrung nach zum großen Teil um Impfkritiker, die sich nur auf bestimmte Impfungen beziehen. Auch ist die Bezeichnung Corona-Leugner falsch und irreführend. Die wenigsten Kritiker leugnen Corona. Sie kritisieren zum größten Teil jedoch die erlassenen Maßnahmen, die in ihren Augen unnötige und gefährliche Impfung, sowie die einseitige mediale Berichterstattung.

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Ein Gedanke zu „Wie Tagesschau, Business-Insider & Co. mit perfiden Tricks die Menschen über Corona belügen“

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